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Altenburg Bismarckturm bekommt sein altes Antlitz
Region Altenburg Bismarckturm bekommt sein altes Antlitz
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17:55 14.10.2013

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Mittlerweile haben zahlreiche Handwerker ihr Herz für den Turm entdeckt und wollen helfen.

Immer mehr Handwerker der unterschiedlichsten Gewerke finden Geschmack an den ehrgeizigen Sanierungsplänen der Turm-Sanierer. "Die für die Abrisse nötigen Werkzeuge haben uns Handwerker zur Verfügung gestellt. Ebenso Container für die rund 25 Kubikmeter Schutt, die anfallen", berichtet Vereinschef Christoph F. Mey. Mittlerweile seien auch schon etliche Handwerker dem Verein beigetreten. Unter anderem ließen sie die Zahl der Mitglieder von zwölf zur Gründung Anfang 2012 auf aktuell 39 ansteigen. "Viele Arbeiten können wir deshalb auch durch Mitglieder erledigen lassen", sagt Mey.

Dass am Sonnabend mit dem Abriss der nachträglich eingebauten und nicht zum denkmalgeschützten Ensemble passenden Mauern der Verein sozusagen Geschichte geschrieben hat, sei manchem erst nach und nach bewusst geworden. "Damit hat der Verein erstmals am Turm unumkehrbare Fakten geschaffen. Als schließlich der in den 1970er-Jahren zugemauerte einstige Säulengang wieder sichtbar wurde, kam ein regelrechtes Hochgefühl bei den Beteiligten auf. Weil alle Vereinsmitglieder in ihrem Wertebewusstsein den Erhalt von Kulturdenkmälern in ihrer historischen Form verinnerlicht haben", freut sich Mey.

Kommenden Sonnabend sollen die letzten Schuttreste noch weggeräumt werden. Dann zieht an dem 1915 eingeweihten Turm erst einmal wieder Winterruhe ein.

Doch diese Ruhe wird nur solange andauern, wie Schnee und Eis vorherrschen. Für das kommende Jahr sind die weiteren Bauabschnitte sowie Vereinsaktivitäten bereits fest abgesteckt. Das Dach vom Säulengang soll eine neue Eindeckung erhalten. Auch die Erneuerung von Elektrik- und Wasserversorgung ist vorgesehen. "Gleiches gilt für die Regenwasserableitung und den Brandschutz", vergisst der Vereinschef nicht zu erwähnen. Zum 100. Jahrestag des Bestehens im September 2015 soll das Bauwerk weitgehend saniert und wieder begehbar sein. An diesem Termin wollen die Turmfans eisern festhalten. "Wir wissen, dass dies ein ganz eng gesteckter Zeitplan ist. Aber diesem Druck setzen wir uns gerne aus, damit es nicht schleift", sagt Mey.

Dabei zaubert der Vereinschef einen bemerkenswerten Trumpf aus dem Ärmel: "Mittlerweile konnten wir zahlreiche Handwerksinnungen für das Projekt begeistern. Die Unternehmen wollen sich mit Eigenleistungen in die Sanierungen einbringen, beispielsweise als Ausbildungsobjekt für die eigenen Handwerker. Darüber herrscht mit den Innungsmeistern und Obermeistern Einigkeit. Und wir haben die Sicherheit, Qualitätsarbeit von ortsansässigen Unternehmen zu bekommen." © Kommentar

Jörg Wolf

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