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Björn Casapietra beweist Qualitäten als Sänger und Unterhalter im Landestheater

Björn Casapietra beweist Qualitäten als Sänger und Unterhalter im Landestheater

Altenburg wird im Monat September von bekannten Sängerinnen und Sängern heimgesucht. Patricia Kelly machte den Anfang mit Gitarrenpartner im restlos gefüllten Logenhaus-Saal und am Mittwochabend füllte Björn Herbert Fritz Roberto Kegel Casapietra mit Klavierbegleiterin das Theater ganz.

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Björn Casapietra im Landestheater Altenburg in Begleitung von Sibylle Briner am Flügel.

Quelle: Jens Paul Taubert

Altenburg. Und der Tenor René Kollo wird in Bälde in der Brüderkirche erwartet. Ist schon die Auswahl der Künstler interessant, so zeigt die Auswahl der Konzertorte die bemerkenswerte Vielfalt in dieser Stadt, die damit noch nicht einmal voll ausgeschöpft ist.

Sprechen wir über den Künstler mit den vielen Namen, die seiner Abstammung von der an der Berliner Staatsoper wirkenden italienischen Operndiva Celestina Casapietra und dem hiesigen Dirigenten Herbert Kegel geschuldet sind, beides weltweit bekannte Künstler. Björn Casapietra, so seine Namenskurzform, ist Sänger, Schauspieler und Moderator.

Als solcher bewirkte der Künstler ein volles Landestheater, was ein gutes Omen für die neue Spielzeit desselben sein könnte. Gemeinsam mit der schweizerischen Pianistin Sibylle Briner, einer Großen ihres Faches, gestaltete er ein Konzert, das mit viel Applaus ausklang und für die Fans unvergesslich bleiben wird.

Die Ursachen für Casapietras Erfolg liegen in seiner Gesamtpersönlichkeit, in der Einheit von Künstler und Mensch. Angekündigt als Sänger, verließ er sich nicht auf seinen bis in baritonale Tiefen reichenden und mit Kraft und Stärke in höchste Höhen gestemmten Tenor, sondern brachte sich auch als Mensch ein, indem er sich dem Publikum nach und nach öffnete.

Grundlage für den ersten Programmteil war Casapietras neue CD "Celtic Prayer" - Keltisches Gebet - in dem er vorwiegend irische und schottische Volksweisen interpretierte. So wurde dieser Teil ein Programm der leisen Töne in Wort und Gesang und entsprach voll und ganz dem Thema des Abends: romantische Liebeslieder. So zurückhaltend, wie er sang, so zelebrierte er vorerst seine Zurückhaltung in den stets kurzen Moderationen zwischen den Liedern, die heiter und ironisch angelegt sind, und mit denen er mit dem Publikum spielte und sich somit eine Brücke baute zwischen Bühne und Zuschauerraum.

Ob leise romantisch oder kraftvoll bewegt, immer zeigte er ein körperbetontes gestenreiches Singen, brachte sich voll ein ins musikalische Geschehen. Darauf beruhte ein Hauptteil seiner Publikumswirkung. Besonders die Lieder "Hallelujah" von Leonard Cohen, der REM- Klassiker "Everybody Hurts" und der Song "In the Arms of an Angel" waren dafür Beweis.

Voll ins Programm integriert war die Schweizer Pianistin Sibylle Briner. Sie begleitete den Sänger traumwandlerisch sicher, ihre Zwischenspiele und die Lied-Enden waren wunderbare pianistische Miniaturen und bei einem der berühmten Klavierstücke von Fredric Chopin zeigte sie ihre ganze technische Meisterschaft. Nicht minder eindrucksvoll offenbarte sie ihre gesanglichen Qualitäten in Duetten mit dem Tenor, wobei ihre sanfte Stimme gut mit seiner harmonierte.

Intensiver und kräftiger ging es nach der Pause auf der Bühne zu, vor allem mit spanischen Zarzuelas und italienischen Canzoni. Hier wurden Rodrigos "Aranjuez" und Casapietras Lied auf seine kleine Tochter zu Höhepunkten. In allem spürt man seine Liebe und Leidenschaft zur Musik. Seine Stimme transportierte perfekt Gefühle und Bilder und brachte den Zuhörer in eine entspannte Stimmung. Mit "Granada", "O sole mio" und "O nicoli, o nicola" bezog er das Publikum aktiv ein, ließ es mitsingen und brachte das Programm damit zu einem schwungvollen Ende. Standing Ovations und enthusiastischer Beifall führten zu Zugaben, von denen "You raise me up" den Gipfel- und Endpunkt darstellte.

Manfred Hainich

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