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Altenburg Blaue Flut statt Computerspiele: Abenteuer zwischen Wald und Wiesen
Region Altenburg Blaue Flut statt Computerspiele: Abenteuer zwischen Wald und Wiesen
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00:35 14.08.2015
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Start der Wanderung war in der Kirche St. Katharina in Rasephas. Das Gotteshaus ist in verschiedenen Baustilen errichtet worden. Der romanische Vorgängerbau, der noch zu Teilen erhalten ist, stammt aus dem 12. Jahrhundert und wurde mit gotischen sowie barocken Bauformen vollendet.

Andreas Gießler begrüßte die Ex- kursionsgäste zu Beginn und hielt ein einführendes Gebet. Dann konnte die große Wanderschaft auch schon starten. Die nächste Station sollte der Bach "Blaue Flut" sein, den den Ausflug die gesamte Zeit über "begleitete". Zu dem Namen kam das Gewässer durch blaue Färbereiabwässer, die im Zuge der Industrialisierung dort entsorgt wurden.

Auch die ehemalige Bahnstrecke Leipzig-Altenburg-Hof brachte Andreas Gießler in die Geschichtsstunde mit ein. Vor geraumer Zeit verliefen die Gleise entlang der Wanderstrecke, wurden aber durch Renaturierungsarbeiten des Gebietes stillgelegt. "Nun holt sich die Natur die Fläche zurück. Entstanden ist ein Naturschutzgebiet, das neben bedrohtem Niederwild, wie Hamster und Rebhühner, auch Schafe und Büffel beherbergt", berichtete der Pfarrer.

Unwegsames Gelände, Brennnesseln, Elektrozäune und der Bach waren jedoch für die kleinen Abenteurer keine Hürde und wurden mit Spaß und Geschicklichkeit überwunden. Tobias Quart sagte: "Es ist uns wichtig, den Kindern das Umland näher zu bringen. Natur kann genauso unterhaltsam sein, wie Computerspiele. Oftmals reicht schon eine Kleinigkeit zum bauen oder ähnliches, um die Kinder für Stunden beschäftigen zu können oder zumindest bis der Hunger sich meldet."

Auch die kleine Laura, beim Start der Wanderung noch etwas demotiviert, erfreute sich nach kurzer Zeit am Spaziergang. Ein Höhepunkt wahrscheinlich aller Kinder war die kleine Abkühlung in der blauen Flut. "Schuhe aus!", hieß es und schon waren fast alle mit den Füßen eifrig am planschen. Selbst die Jüngsten waren stolz auf sich, denn sie trauten sich mit den Füßen in das trotz der hohen Temperaturen recht kalte Wasser.

Nach über zweieinhalb Stunden im Grünen endete die Exkursion wieder an der Kirche St. Katharina beziehungsweise bei Andreas Gießler daheim, wo sich alle stärken konnten, sei es mit Melone, Roster oder Steak. Auch mit Spielen, wie Himmel-und-Hölle, kamen die Kleinen im Garten des Pfarrers auf ihre Kosten. Der Tag bleibt bestimmt allen als sehr sehenswert und aufregend in Erinnerung. © Kommentar Seite 11

Eva Zorn

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