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Altenburg Blaue Holzbiene summt durchs Altenburger Land
Region Altenburg Blaue Holzbiene summt durchs Altenburger Land
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00:20 13.07.2018
Sabine Raabe (69) aus Windischleuba hat in ihrem Garten eine Blaue Holzbiene entdeckt. Quelle: Sabine Raabe
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Windischleuba

Noch vor einigen Jahren war es eine kleine Sensation, wenn eine Blaue Holzbiene durch den Garten im Altenburger Land summte. Auch Sabine Raabe aus Windischleuba war überrascht über das große Insekt und freute sich über den neuen Gast in ihrem Garten. Die 69-Jährige wandte sich mit einem Foto an die OVZ.

Mittlerweile sei die Blaue Holzbiene sehr häufig in der Region, berichtet Mike Jessat, Vorsitzender des Nabu-Kreisverbandes im Altenburger Land und Direktor des Mauritianums in Altenburg. „2009 wurde dem Mauritianum der erste Nachweis mitgeteilt“, erzählt er. 2011 habe es dann schon zwei Fundpunkte in Altenburg und einen in Windischleuba gegeben. „Inzwischen zähle ich die Blaue Holzbiene schon gar nicht mehr“, sagt Jessat.

Holzbiene erobert Region im Flug

Die Blaue Holzbiene gilt als die größte heimische Bienenart, ihr blauschwarzer Körper misst zwischen 23 und 28 Millimeter. Die Wildbienenart war bis vor einigen Jahren vor allem im wärmeren süddeutschen Raum verbreitet. Wegen der steigenden Temperaturen in Mitteldeutschland erobert die Blaue Holzbiene mittlerweile Thüringen im Flug und kommt häufiger vor. Die Biene habe in Mitteldeutschland wohl gute Lebensbedingungen gefunden, vermutet Jessat. Im gesamten Landkreis schwirrten nun zahlreiche der auffälligen Wildbienen herum. Anderen Bienenarten kommt das Insekt nicht in die Quere.

Die Blaue Holzbiene besucht auf Nahrungssuche viele verschiedene Blumen, zumeist Pflanzen mit großen Blüten wie Winterjasmin, Schwertlilie, Blauer Eisenhut, Garten-Salbei, Wicken, Glockenblumen oder Blauregen. Zu enge Blüten beißen sie seitlich auf, um an Pollen und Nektar zu gelangen.

Blaue Holzbiene kommt zeitig aus Winterversteck

Während bei vielen Wildbienenarten nur die Weibchen den Winter überdauern, überwintern bei der Blauen Holzbiene auch die Männchen in Mauerspalten und anderen geschützten Verstecken. „Die Holzbiene kommt zeitig heraus“, weiß Jessat. Wegen ihres auffälligen Aussehens werde er häufig über Fundorte informiert.

Wie der Name schon sagt, baut die Holzbiene ihre Nester in morschem, aber trockenem, sonnig stehendem Holz. Das können absterbende Bäume und Äste, Pfähle, marodes Gebälk oder Brennholzablagerungen sein. Dort nagt sich die weibliche Holzbiene ihre Brutröhren selbst. Die Larven schlüpfen im Sommer und fressen sich als erwachsene Bienen aus dem Holz heraus. Die Blaue Holzbiene kann zwar stechen, ist gegenüber Menschen aber nicht aggressiv, betont Jessat.

Von Theresa Held

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