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Blitze zucken über Altenburger Land: 58 Orte sind ohne Strom

Unwetter Blitze zucken über Altenburger Land: 58 Orte sind ohne Strom

Bitzeinschläge haben am Donnerstagabend für Stromausfälle in 58 Ortschaften des Altenburger Landes gesorgt. Davon waren zeitweise bis zu 7000 Haushalte betroffen. Außerdem kam es zu einem Dachstuhlbrand im Wohngebiet Goldene Glucke in Altenburg, der aber glimpflich abging. Feuerwehren und Polizei waren wegen herabfallender Äste im Einsatz.

Front über Wilchwitz.
 

Quelle: Kevin Kahnt

Altenburg/Schmölln/Lucka.  Mehrere Gewitterfronten, die am Donnerstagabend über das Altenburger Land zogen, haben für Sachschäden und Stromausfälle gesorgt. Personen wurden zum Glück nicht verletzt. Zeitweise waren allerdings 58 Orten ohne Energieversorgung. Hauptursache waren Blitze, die in Leitungen und Anlagen einschlugen, sowie umgestürzte Bäume und herabfallende Äste, die Leitungen herunterrissen und zu Mastumbrüchen führten. Davon betroffen waren Schmölln, Lucka, Rositz sowie Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaften Altenburger Land, Oberes Sprottental und Wieratal, in denen knapp 7000 Haushalte zeitweise von der Energieversorgung abgeschnitten waren.

Durch Umschalten auf andere Leitungen wurden die Kunden wieder versorgt, teilte der Netzbetreiber Mitnetz Strom in einer Pressemeldung mit. Wo das nicht möglich war, seien Netzersatzanlagen in Betrieb genommen worden. Rund 250 Mitarbeiter waren in Zusammenarbeit mit Feuerwehren und Rahmenvertragsfirmen im Einsatz, um die Schäden zu reparieren, heißt es bei Mitnetz.

Gegen 20.27 Uhr schlug ein Blitz in ein Wohnhaus in der Tulpenstraße in Altenburg ein und setzte den Dachstuhl in Brand. Mehrere daraufhin alarmierte Wehren musten allerdings nicht ausrücken, denn in dem betroffenen Eigenheim im Wohngebiet Goldene Glucke hatte der Bewohner einen drohenden Brand schon mit Feuerlöschern erfolgreich erstickt.

Gegen 19.35 Uhr kamen Feuerwehr und Polizei zum Einsatz, weil ein Blitz in die Freileitungsmasten in der Dorfstraße in Nöbdenitz eingeschlagen hatte. Personen wurden nicht verletzt. Das in der Nähe des Mastes befindliche Wohnhaus blieb ebenso von einem Schaden verschont.

Das Unwetter sorgte für zahlreiche weitere Einsätze von Polizei und Feuerwehr. Aufgrund des Sturmes und des Starkregens wurde eine Warnung für Verkehrsteilnehmer im Raum Altenburg wegen abgeknickter und herabfallender Äste herausgegeben. In der Käthe-Kollwitz-Straße wurden zwei parkende Fahrzeuge beschädigt. Weiterhin wurden zwei leere Papiermülltonnen vom Radweg in der Rudolf-Breitscheid-Straße geräumt und in der Zwickauer Straße ein umgefallenes Verkehrsschild wieder aufgestellt.

Gegen 21.35 Uhr kamen die Beamten am Altenburger Bahnhof zum Einsatz. Dort blockierten umgestürzte Bäume die Fahrbahn. Zu einer Einschränkung des Bahnverkehrs kam es aber nicht, teilte die Polizei mit.

Auch in weiteren Fällen kam die Feuerwehr zur Beseitigung der Unwetterschäden zum Einsatz, wie beispielsweise jene in Nobitz. „Wir haben in Kraschwitz einen heruntergerissenen stärkeren Ast von der Straße geräumt“, sagte Ortsbrandmeister Thomas Hermann der OVZ. Und einen auf die Pflaumenallee gestürzten Pflaumenbaum in Niederleupten zerlegte der Nobitzer Bürgermeister Hendrik Läbe höchstselbst und räumte ihn weg.

Das Gewitter brachte außerdem erhebliche Regenmengen mit sich. In Ziegelheim brachte der Ausläufer der von Leipzig kommenden Front beispielsweise zehn Liter auf den Quadratmeter. Die bis gegen zwei Uhr folgenden Gewitter gehörten zur Front, die aus Richtung Erfurt kam und ließen insgesamt 14 Liter Niederschlag pro Quadratmeter abregnen. Während Blitz und Donner vielen Menschen ein mulmiges Gefühl bescherte und auch wegen des Stromausfalls verärgerte, hatte die Unwetterfront auch etwas Gutes: den Wassersegen für ausgetrocknete Felder, Beete und unzählige Tonnen.

Von Jens Rosenkranz und Jörg Wolf

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