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Altenburg Bocka ist und bleibt Kult – Rekordzahlen bei Teilnehmern und Besuchern
Region Altenburg Bocka ist und bleibt Kult – Rekordzahlen bei Teilnehmern und Besuchern
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18:59 21.08.2016
Die holländischen Zugmaschen sind eine der besonderen Attraktionen beim Schleppertreffen in Bocka. Quelle: Nicole Rathge-Scholz
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Bocka

Dumpf wummernde Motoren wechselten sich mit Jahrmarktorgel-Klängen ab und zogen die Besucher in ihren Bann. Wo das Auge hinschaute, standen Traktoren, Schlepper und Dampfmaschinen aller Baujahre, Variationen und Marken – beim 20. Schleppertreffen am Freitag und Sonnabend in Bocka. Da brauchte man viel Zeit, um alles zu sehen.

Nancy Beier aus Elbisbach war das erste Mal hier. „Ich habe die Aushänge gesehen und wollte es mir gern mal anschauen“, so die junge Mutter, die sich selber gern mal auf einen Traktor schwingt. „Meine beiden Kinder waren begeistert, vor allem von den ferngesteuerten Spielzeugtraktoren, aber auch die anderen zur Schau gestellten Zugmaschinen waren eine Augenweide“, erzählt sie, die über fünf Stunden auf dem Fest umherschlenderte. „Ich finde es einen gelungene Sache für jung und alt und komme nächstes Jahr auf alle Fälle wieder vorbei.“ Auch Mario Schelzig aus Deutzen tummelte sich unter den Besuchern. „Das Dampfpflügen war spektakulär“, war er begeistert und schlenderte anschließend zu den anderen ausgestellten Zugmaschinen.

So wie ihm ging es auch Hunderten anderer Besucher, die einfach nur begeistert waren von dem enormen Angebot und der Vielfalt der Zugmaschinen, die man neben dem Rahmenprogramm bestaunen konnte. So präsentierten zum Beispiel die Zahnradfreunde Borna zehn ihrer Traktoren auf dem Gelände. „Wir sind seit 16 Jahren dabei. Bocka ist eine feste Größe im Kalender. Die Atmosphäre ist einfach super, und selbst für die Kleinsten gibt es jede Menge zu entdecken“, freute sich der Bornaer Kai Noeske und fügte hinzu, dass die Anlage immer toll geschmückt wird, alle freundlich zueinander sind und sich helfen. „Nach vielen Jahren kennt man sich natürlich untereinander gut, knüpft Kontakte oder tauscht das eine oder andere Teil aus“, erklärte er und seine Tochter Laura fügt hinzu: „Am Freitagabend war die Stimmung mit der Schalmeienkapelle so toll, dass ich sogar mit meinem Papa getanzt habe.“

Auch die Traktorenfreunde aus Göpfersdorf waren dieses Jahr wieder dabei. „Bocka ist einfach Kult“, so Dirk Schulze, der gerade auf ein Stück Blechkuchen Stopp bei den Zahnradfreunden Borna machte.

„Ich bin absolut zufrieden. Zwar ist die Veranstaltung in den letzten Jahren immer weiter gewachsen, aber mit der diesjährigen Resonanz hab ich nie im Leben gerechnet“, zeigte Organisator Wolfgang Berger perplex und griff zum Telefon, um mehr Getränke für den Ausschank zu ordern. „Im vergangenen Jahr hatten wir 400 Aussteller, diesmal sind es 650. Das ist der Wahnsinn, von der Besucherzahl mal ganz abgesehen“, so Berger, der auch noch einmal darauf hinweist, dass solch eine Event ohne die zahlreichen freiwilligen Helfer gar nicht möglich wäre. Er ist deshalb sehr dankbar, dass diese jedes Jahr wiederkommen und mit anpacken. Das sei einfach ganz toll.

Doch wieso werden es von Jahr zu Jahr mehr Besucher und Aussteller, was ist so besonders oder anders in Bocka? „Mir erzählen die Leute immer, dass die Atmosphäre und das Ambiente bei uns sehr schön sind und alles nah bei einander liegt. Da können die Aussteller direkt vom Zeltlager auf den Platz, viele kurze Wege, das scheint anzukommen“, so der Traktorfreund, der sich freut, das sich auch die Osterland Agrar GmbH ganz toll engagiert hat. Sie habe extra des Festes wegen die Fruchtfolge auf den Felder geändert, damit die Traktoren auf den abgeernteten Felder präsentiert werden konnten.

Im Übrigen wird es auch im kommenden Jahr ein Schleppertreffen geben, dann das 21. „Mich haben bestimmt über 100 Leute angesprochen und gefragt, ob es wirklich das letzte Treffen sei. Ich habe keine Ahnung, wer dieses Gerücht in die Welt gesetzt hat. Denn solange wie es mir noch Spaß macht und ich es gesundheitlich schaffe, werden noch viele weitere Treffen folgen“, klärt der 66-Jährige auf.

Von Nicole Rathge-Scholz

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