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Altenburg Börse der Bergbrüderschaft Meuselwitz-Rositz - Achate neben Schmuckbriketts
Region Altenburg Börse der Bergbrüderschaft Meuselwitz-Rositz - Achate neben Schmuckbriketts
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12:14 22.11.2011

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Der Plauener hatte neben einem Teil seiner eigenen Sammlung auch sein Mikroskop dabei, um sich die vermeintlichen Schätze genau ansehen zu können. "Ich habe schon Mitbringsel aus Urlauben und Fundstücke, die die Kinder in der Schatzkiste hier im Foyer ausgebuddelt haben, untersucht", erzählte er. Unter den begutachteten Stücken seien gefärbte Achate und Quarze gewesen.

Im Foyer des Rositzer Kulturhauses wurden aber nicht nur die Kinder in der Schatzkiste fündig. "Mit einer kleinen Ausstellung, die ebenfalls im Eingangsbereich zu finden ist, würdigen wir den Mineraliensammler Heinz Geidel aus Altenburg. Der ist in diesem Jahr verstorben", so Michael Putze von der Bergbrüderschaft Meuselwitz-Rositz, die die Mineralien- und Bergbaubörse bereits zum dritten Mal organisierte. Geidel besaß die weltgrößte Sammlung von Mini-Achaten und schaffte es damit ins Guinnessbuch der Rekorde. "Das Markenzeichen von Geidel waren Mineralien in Nussschalen. Eigene davon stellen wir heute aus", betonte Putze.

Im Saal des Kulturhauses reihten sich die Tische der 46 Mineralien-Aussteller dicht aneinander. "So groß war das Interesse an unserer Börse noch nie", freute sich Bergbruder Detlef Schnittler. Die Mineraliensammler und -liebhaber waren aus Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt angereist. Einige hatten den Weg ins Altenburger Land zum ersten Mal gefunden, so auch Manfred Brand aus Jena. Er sammelt bereits seit 45 Jahren Mineralien, von denen er einige in Rositz ausstellte oder zum Kauf anbot.

Für ihre eigene Börse blieb den Bergbrüdern nur noch die Bühne, auf der es sehr beengt zuging. Den letzten Platz im Saal hatte man dem vogtländischen Bergbaumuseum überlassen, das Stücke seiner Sammlung in Rositz zeigte.

Dem Interesse an den bergbaulichen Utensilien und Schautafeln tat der Standort der Börse keinen Abbruch. Die rund 250 Schaubriketts, von denen die Bergbrüder insgesamt mehr als 1000 Stück besitzen, fanden bei den Besuchern eben so viel Aufmerksamkeit wie alte Öl- und Karbitlampen, das Modell der ehemaligen Kettenbahn des Anna-Schachtes oder eine Bergmannsuniform. Peter Nolte, der selbst rund 35 Jahre als Lokfahrer im Bergbau tätig war, hoffte, aufalte Bekannte von früher zu treffen. Der Altenburger hat bisher noch keine der drei Bergbaubörsen verpasst.

Doch nicht nur ehemalige Bergleute zog es in die Ausstellung. Unter den Besuchern, von deren Zuspruch sich die Bergbrüder überrascht zeigten, gab es auch Familien mit Kindern. Dies freute die Bergbrüder besonders, haben sie sich doch auf die Fahne geschrieben, der jungen Generation die Geschichte des Bergbaus nahe zu bringen. Diesem Anliegen dienten bereits mehrere Projekte mit Schülern in Rositz und im Meuselwitzer Gymnasium. Ein weiteres Projekt, bei dem es um die Geschichte des Teerverarbeitungswerkes gehen soll, sei in Vorbereitung, kündigte Schnittler an. Die Ergebnisse der Projektarbeit sollen in einer Ausstellung im Wasserturm zu sehen sein. Das Wahrzeichen von Rositz könnte dadurch zu einem touristischen Anziehungspunkt gemacht werden. Mitstreiter dafür sind bereits gefunden.

Marlies Neumann

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