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Botanischer Garten plant nach dem Ende einer durchwachsenen Saison Veränderungen

Botanischer Garten plant nach dem Ende einer durchwachsenen Saison Veränderungen

Besser hätten die Bedingungen für die letzte Veranstaltung der sechsten Saison im Botanischen Erlebnisgarten der Skatstadt nicht sein können: Strahlende Herbstsonne lud am Sonnabend und Sonntag zum Besuch des Erntedankfestes ein.

Altenburg.

 

"Schon am Sonnabend schauten um die 60 Besucher vorbei. Heute wird diese Zahl garantiert nochmals deutlich übertroffen", meinte Jörg Seifert vom Förderverein zufrieden.

Tatsächlich: Schon gestern Vormittag herrschte in dem noch immer grünen 8400 Quadratmeter messenden Idyll reger Betrieb. Neugierige nutzten die Gelegenheit, sich noch einmal vor der Winterpause umzuschauen, Pflanzen zu erstehen oder ein paar erholsame Stunden bei Kaffee und Kuchen zu genießen. "Zum Monatsende wird wieder bis zum Frühjahr geschlossen", sagte Wolfgang Preuß, der dem derzeit 38 Mitglieder zählenden Förderverein vorsteht. Die zurückliegende Saison bezeichnet Preuß als "etwas durchwachsen". So schauten nicht wie in den Jahren zuvor rund 8000 Neugierige vorbei, sondern knapp 7000. Der Vereinschef will dies keineswegs nur auf das schlechte Wetter in diesem Sommer zurückführen. Vielmehr sei der Botanische Garten, der von 2003 bis 2006 komplett geschlossen war und dank des Engagements des Regionalverbandes der Kleingärtner und des eigens dazu gegründeten Fördervereines wieder regelmäßig seine Pforten öffnet, zum Alltag in Altenburg geworden. "Da ist nach der ersten Euphorie über die Rettung wieder der Alltag eingekehrt. Wir müssen im kommenden Jahr noch mehr versuchen, dieser einzigartigen Einrichtung ein ganz spezielles Profil zu geben, das die Leute verstärkt neugierig macht", sagt Preuß.

In der zu Ende gehenden Saison mussten manche der geplanten Veranstaltungen ausfallen oder konnten nur dank des großen Engagements der Vorstandsmitglieder durchgeführt werden. "Denn unsere von der Arbeitsagentur beschäftigten acht Ein-Euro-Jobber durften nur im sogenannten grünen Bereich tätig werden. Die Betreuung dieser besonderen Veranstaltungen gehörte ausdrücklich nicht zu ihrem Aufgabengebiet", so Preuß.

Ab kommender Saison dürfte sich das ein wenig entspannen, und es kann die Verantwortung auf mehr Schultern verteilt werden. Denn nun bekommt der Förderverein von sechs Bürgerarbeitern Unterstützung. "Sie sind für drei Jahre bei uns, was auch ein kontinuierliches Arbeiten ermöglicht", freut sich der Vereinschef.

Aber es gibt auch Schattenseiten. Denn die sechs Mitarbeiter können zwar die pflegerischen Aufgaben und die Veranstaltungen absichern, die von Musik über thematische Führungen bis hin zu speziellen Offerten für kleine Besucher reichen. Doch eine Öffnung des Gartens an sieben Tagen in der Woche ist aufgrund dieser personellen Situation nicht möglich. "Wir haben in der laufenden Saison schon mit dem Montag einen Schließtag einführen müssen, weil die Anzahl der Mitarbeiter von einst 15 auf acht gekürzt wurde. Jetzt werden wir über einen weiteren Schließtag nachdenken müssen", kündigt Preuß für die siebente Saison vorsorglich an.

Um attraktiver zu werden, soll in nächster Zeit auch an der inhaltlichen Ausrichtung des Botanischen Gartens gearbeitet werden. "So stehen auf dem Areal beispielsweise zu viele Pflanzen, vor allem Bäume. Zudem wurden in den zurückliegenden Jahren Fehler bei der Gestaltung gemacht", führt Preuß aus. Als Beispiel nennt er eine Kräuterspirale, die zwar angelegt wurde, aber in so eine Anlage einfach nicht gehört. "Die wird wieder abgerissen."

Und was sich der Vereinschef für die neue Saison auch wünscht, ist eine stärkere Resonanz durch die Altenburger Schulen, die hier im Grünen ihre Projekttage durchführen können. "Der Garten ist von allen Schulen leicht erreichbar. Aber die Resonanz ist eher sporadisch." Ausnahme sei das Spalatingymnasium. Jörg Wolf

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