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Altenburg Brand in Altenburger Asylunterkunft: Rat spricht von „rassistischem Terror“
Region Altenburg Brand in Altenburger Asylunterkunft: Rat spricht von „rassistischem Terror“
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16:32 08.12.2015
Am Montagmorgen war in einer dezentralen Unterkunft für Asylbewerber in der Siegfried-Flack-Straße in Altenburg ein Feuer ausgebrochen. Quelle: Jens Paul Taubert
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Altenburg

Nach dem Brand am frühen Montagmorgen in einer Asylbewerberunterkunft in Altenburg-Nord mit neun Verletzten kann die Kripo erste, allerdings nur spärliche Ergebnisse präsentieren. Demnach hat sich bestätigt, dass das Feuer an den zwei Kinderwagen und einem Papierstapel ausgebrochen ist. Es wird zum Verdacht der vorsätzlichen Brandstiftung ermittelt. Ein ausländerfeindlicher Hintergrund sei nicht ausgeschlossen. Eine heiße Spur gebe es aber noch nicht, sagte Polizeisprecherin Nicole Heinold.

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In einem Flüchtlingsheim in Altenburg (Altenburger Land) sind zwei Kinderwagen im Treppenhaus in Brand gesetzt worden. Zehn Menschen wurden in der Nacht zum Montag durch die starke Rauchentwicklung verletzt und in ein Krankenhaus gebracht.

Von den neun Verletzten sind fünf weiblich und vier männlich. Sie sind arabischer, syrischer und afghanischer Herkunft. Ebenso ist unter ihnen eine junge Frau aus Altenburg, die sich zufällig in dem Haus aufgehalten hat. Acht Personen, davon ein sechs Monate alter Säugling, wurden wegen Rauchgasvergiftungen im Klinikum stationär aufgenommen.

Alle anderen Bewohner des Mehrfamilienhauses konnten zurück in ihre Wohnungen oder kamen bei Nachbarn unter. Ein Teil des Wohnblocks in der Siegfried-Flack-Straße ist wegen der Brandschäden im Moment nicht bewohnbar.

Angesichts des Vorfalls hat der Flüchtlingsrat vor einer „erschreckenden Dimension der Gewalt“ gewarnt. Der Tod von Menschen werde billigend in Kauf genommen, sagte am Dienstag Martin Arnold vom Flüchtlingsrat. Es sei der siebte Brandanschlag dieser Art in Thüringen. „Bei derart vielen Anschlägen in diesem Jahr muss man von rassistischem Terror sprechen.“ Angesichts dessen könnten Flüchtlinge vielerorts nicht mehr ruhig schlafen. Arnold forderte ein Bleiberecht für Asylbewerber, die hierzulande Opfer rassistischer Gewalt geworden sind.

Von Jens Rosenkranz (mit dpa)

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