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Altenburg Brandstiftung: Meuselwitzer will aussagen
Region Altenburg Brandstiftung: Meuselwitzer will aussagen
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10:45 07.08.2018
Der Angeklagte Oliver M. (l.) mit seinem Anwalt Andreas Andreas Bönisch kurz vor Beginn der Verhandlung um Brandstiftung und weitere Delikte vor der 2. Strafkammer des Landgerichts Gera. Quelle: Thomas Haegeler
Gera

Ist Oliver M. der Feuerteufel von Meuselwitz und Altenburg? Hat der 20-Jährige dabei Menschen verletzt, in Angst und Schrecken versetzt und Tausende Euro Schaden angerichtet? Mit diesen Fragen und einer Reihe weiterer beschäftigt sich seit Montagnachmittag die 2. Strafkammer des Landgerichts Gera. Denn dem gebürtigen Altenburger werden neben Brandstiftung und Körperverletzung auch Bedrohung, Beleidigung, Nötigung und weitere Delikte vorgeworfen. Der Angeklagte, dem im Fall einer Verurteilung weit über vier Jahre Haft drohen, kündigte an, sich zu den Vorwürfen zu äußern.

Anklage umfasst acht Verfahren

Etwa 15 Minuten brauchte Oberstaatsanwalt Gerd Michael Schultz, um die aus acht Verfahren bestehende Anklage vorzutragen. Das Zentrum dieser bildet Brandstiftung. Die schwerste soll M., der in Handschellen erschien und seit Monaten in der Psychiatrie in Stadtroda sitzt, im März vorigen Jahres begangen haben. Demnach soll der seinerzeit in Meuselwitz lebende Angeklagte in einem Wohnhauses in der Zeitzer Straße in Altenburg Zeitungen angezündet haben, woraus ein Großbrand wurde. Dabei konnte sich eine Frau nur durch den Sprung auf ein Vordach retten, wobei sie sich schwer an der Schulter verletzte. Zwei weitere Frauen konnten nur unter Lebensgefahr gerettet werden. Außerdem seien mindestens 5000 Euro Schaden entstanden.

Tausende Euro Schaden und mehrere Drohungen

Gleiches gilt für einen weiteren Vorwurf, nach dem M. ein Jahr zuvor die Laube seines Vaters in Meuselwitz angezündet haben soll. Mit 7500 Euro noch größer war der Schaden, den der Beschuldigte im Februar 2017 an einem Starkstromkasten in der Schnauderstadt angerichtet haben soll. Diesen soll er mit Benzin übergossen und angezündet haben. Außerdem soll er seinem Vater, seiner Schwester und weiteren Personen gedroht haben, sie umzubringen. Ob es zu einer Verurteilung kommt, ist aber unklar. Denn es bestehen Zweifel, ob M. überhaupt schuldfähig ist. Das soll ein Gutachter klären, weswegen der Prozess, der bereits im März begonnen hatte, erst jetzt fortgesetzt wird.

Von Thomas Haegeler

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