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Altenburg Brisante Details heizen Zoff um Altenburger Zille-Straße weiter an
Region Altenburg Brisante Details heizen Zoff um Altenburger Zille-Straße weiter an
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11:15 09.06.2018
Um die Sanierung der Heinrich-Zille-Straße in Altenburg ist eine heftiger Streit entbrannt. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Der Streit um die Sanierung der Heinrich-Zille-Straße in Altenburg nimmt weiter Fahrt auf. So haben die Eigentümer, die den grundhaften Ausbau wegen Zweifel am Sinn stoppen wollen, die Stadträte – wie angekündigt – zu einem Vor-Ort-Termin eingeladen. Laut Christine Büring, die rund ein Dutzend Grundstücksbesitzer vertritt, steht der erste Termin schon: Am Dienstagabend schaut sich die CDU-Fraktion den Zustand der Straße am Botanischen Erlebnisgarten an. Andere Fraktionen sind ebenfalls interessiert, suchen aber noch nach Terminen.

Harte Worte zwischen OB Wolf und Anwalt Büring

Unterdessen wurde bekannt, dass es im Vorfeld der jüngsten Stadtratssitzung, auf der die Eigentümer auftraten, zu einem verbalen Scharmützel zwischen Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) und Rechtsanwalt Alexander Büring kam. Nach Zeugenaussagen fielen dabei harte Worte. Dabei bezeichnete Wolf das Anliegen der Anwesenden, zu denen auch Landrätin Michaele Sojka (Linke) gehörte, als „Pillepalle“. „So etwas kommentiere ich nicht“, sagte das scheidende Stadtoberhaupt dazu.

Das stößt den betroffenen Eigentümern wiederum sauer auf. Schließlich sollen sie durch Straßenausbaubeiträge allein für knapp 300 000 Euro der rund 950 000 Euro teuren Maßnahme aufkommen. Da es nur wenige beteiligte Grundstücksbesitzer gibt, bewegen sich die Kosten pro Kopf zwischen 8500 und 32 000 Euro. „Das ist alles andere als Pillepalle“, so Christine Büring. Zumal diese Größenordnungen in Altenburg einzigartig sind, wie Baudezernentin Kristin Moos einräumte.

Mitglieder von SPD, FDP und Mitarbeiter der Stadt außen vor

Dass es relativ wenige Eigentümer gibt, die die Kosten tragen sollen, liegt auch daran, dass die Stadt die an die Zille-Straße grenzenden Grundstücke der Spalatinpromenade herausnahm. Begründung: Diese sei eine separate Straße, die später saniert werden soll, was dann beitragspflichtig werde. Bemerkenswert: Ausgerechnet dort besitzen Mitglieder von FDP und SPD, deren Verwandte und ein hochrangiger Mitarbeiter der Stadtverwaltung Eigentum.

Nachdem sich die Stadträte selbst ein Bild gemacht haben, ob der Ausbau der Zille-Straße, der bereits Anfang August beginnen soll, sein muss, beraten sie die von anderen Anwohnern gewünschte Sache: am 19. Juni im Bau- und Stadtentwicklungs- und tags darauf im Wirtschafts- und Finanzausschuss – jeweils nicht öffentlich.

Von Thomas Haegeler

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