Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Altenburg Brücken bauen zwischen leisen Tönen und kraftvollen Passagen
Region Altenburg Brücken bauen zwischen leisen Tönen und kraftvollen Passagen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:32 03.07.2014
Das Eva-Klesse-Quartett bei seinem Konzert in der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde. Quelle: Jens Paul Taubert

Die junge Leipziger Viererbande entführte die Zuhörer mit ihren unter die Haut gehenden Stücken in eindrucksvolle Klangwelten. Immer spannend und mit einem riesengroßen Schuss Spielfreude spielten sich die vier Musiker, Evgeny Ring (Saxofon), Philip Frischkorn (Piano), Robert Lucaciu (Bass) und Bandleaderin Eva Klesse (Schlagzeug), in die Herzen der leider nicht gerade in großer Zahl erschienenen Gäste.

Aber die, die da waren, erlebten einen spannungsgeladenen Konzertabend mit den allesamt noch recht jungen, aber trotzdem technisch und kompositorisch sehr reifen Musikern aus der Messestadt. Die vier schlugen spielerisch leicht den Bogen zwischen Melancholie und purer Energie. Diese Band kann schon perfekt Brücken bauen zwischen den ganz leisen Tönen und den kraftvollen Passagen. Das geschieht in vielen Stücken herrlich unaufgeregt.

Die Songs beginnen ganz zart, um sich dann im Laufe der Zeit zu einem tosenden Sturm aufzuschwingen, bei dem alle vier Musiker eindrucksvoll zeigen, dass sie dank ihrer präzisen Spielweise in diesen Notenfluten nicht untergehen, sondern immer obenauf bleiben. So zum Beispiel beim Song "Cowboy". Hier geht gemächlicher Trab mit schönen Melodieläufen schnell mal in Galopp mit tollen Rhythmus-Figuren über. Dabei bleibt trotz allen Tempos und Spielwitz immer genug Gelegenheit, dass sich alle Mitglieder der Band frei entfalten können.

Bandleaderin Eva Klesse merkt man dabei einfach an, dass sie ihre Songs auf der Bühne lebt. Voll dabei und stets mit viel Power bearbeitet sie ihr Schlagzeug. Sie ebnet mit ihrem Spiel der Band und den Songs den Weg, ohne sich dabei zu sehr in den Vordergrund zu spielen. So kommen auch ihre drei Mitstreiter zu ihrem Recht: Philip Frischkorn am Klavier mit herrlich lyrischen Passagen, wenn er seinen Traum von der kleinen Künstlerwohnung in Paris vorträgt. Jewgeni Ring am Saxofon, der sich mit seinen tollen Variationen immer zwischen lyrischen Passagen und vor Kraft strotzenden Bebop-Elementen bewegt. Für den Zusammenhalt des Ganzen sorgt der Bassist Robert Lucaciu, der die Kontrapunkte setzt und sein Instrument nicht nur auf dem herkömmlichen Wege durch Anschlagen der Saiten benutzt. Da werden auch der Deckel und der Boden des Basses mit bearbeitet, da knarrt und knallt es heftig. Nach dieser energetischen Vorstellung kamen die Musiker selbstverständlich um eine Zugabe nicht herum.

Die wird es vermutlich auch beim nächsten Konzert vom Jazzklub Altenburg nach der kurzen Sommerpause am 6. September im Wasserwerk Windischleuba geben, wenn an diesem ungewöhnlichen Ort nicht ganz alltägliche Musik zu hören sein wird. Dehlia de France singt, rollt ihren Teppich mit Electronic-Beats aus und wird dabei von Julia Pritz an der Harfe begleitet.

Thomas Trummer

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Altenburger Stadtmeisterschaft, das größte Schachturnier der Stadt, hat mit der neunten und letzten Runde, der Siegerehrung und dem anschließenden Roland-Heinig-Gedächtnisturnier im Blitzschach einen würdigen Abschluss gefunden.

03.07.2014

Mit nur 22 Jahren ist Christoph Bauer ein vielversprechender Newcomer in der regionalen Kunstszene. Bis Ende Juli stellt er 20 seiner Arbeiten unter dem Titel "Sichtweisen und Gesichter" in der Sparkasse, Wettinerstraße, aus.

02.07.2014

Im tanzenden Siegerkreis feierten die Fußballerinnen des Friedrichgymnasiums und intonierten lautstark den bekannten Fangesang: "Berlin, Berlin - wir fahren nach Berlin.

02.07.2014