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Altenburg Brummis müssen außen herum
Region Altenburg Brummis müssen außen herum
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17:32 23.04.2014
Solche großen Laster dürfen die Ortsdurchfahrt von Windischleuba bald nicht mehr nutzen. Eine Begrenzung auf Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen wird in den nächsten Wochen dafür sorgen. Quelle: Mario Jahn
Windischleuba

Die Straße ist vor zwei Jahren zu einer kommunalen Straße abgestuft worden.

Die rund drei Kilometer Landesstraße vom Abzweig B 7 am Ortseingang von Windischleuba bis fast zum Abzweig Wilchwitz sind seit Anfang 2012 Gemeindestraße. "Gegen die Abstufung von der Landesstraße zur Dorfstraße waren wir damals in Widerspruch gegangen. Doch damit hatten wir keinen Erfolg", so Bürgermeister Gerd Reinboth (CDU). Ihn ärgerte aber nicht nur, dass die Gemeinde gegen ihren Willen die Verantwortung für die Straße aufgeladen bekam, sondern darüber hinaus der Zustand der Straße. Denn nur etwa 80 Prozent der Fahrbahn seien zum Zeitpunkt der Abstufung saniert gewesen. Früher hätten sie komplett in Ordnung sein müssen.

Erneuert war von der einstigen Landesstraße allerdings die Ortsdurchfahrt. Hier war 2008/2009 ein grundhafter Ausbau durch das Straßenbauamt Ostthüringen erfolgt. Außerhalb des Ortes hatte das Land damals nichts mehr an der Fahrbahn getan. "Um zu verhindern, dass die Ortsdurchfahrt weiter von großen Brummis als Abkürzung in Richtung Nobitz beziehungsweise zum Schlachthof oder dem Altenburger Kraftfutterwerk genutzt wird, haben wir Anfang 2012 sofort einen Antrag auf Tonnagebegrenzung gestellt", erinnert sich Reinboth.

Doch derzeit donnern die Laster immer noch durch Windischleuba. Sie fahren über Bordsteine und richten hier wie auch auf der Fahrbahn Schäden an. "Wir haben als Gemeinde immer wieder im Landratsamt nachgehakt und die Anwohner der Luckaer Straße haben Unterschriften für eine Begrenzung der Tonnage gesammelt", so der Bürgermeister. "Es war gut, dass wir auf unserem Willen bestanden haben und drangeblieben sind. Denn jetzt endlich ist unser Antrag nach langem Hin und Her doch genehmigt worden. Und die großen Brummis sind die längste Zeit durch unser Dorf gefahren."

Für die Anwohner und die Einwohner des Ortes habe die jetzt vom Landratsamt genehmigte Begrenzung für Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen keine Nachteile. Busse, Versorgungsfahrzeuge oder Müllautos dürften die Ortsdurchfahrt auch weiterhin uneingeschränkt nutzen.

"Nachdem die behördliche Genehmigung erteilt war, haben wir sofort die entsprechenden Schilder bestellt. Die Kosten dafür müssen wir als Gemeinde allerdings selbst aufbringen. Doch das tun wir gern. Denn die Reparatur der Straße kommt uns mit der Zeit wesentlich teuerer", so das Gemeindeoberhaupt.

Sobald die Schilder aufgestellt sind, müssen die großen LKW, die nach Altenburg oder Nobitz wollen oder von dort kommen, einen Umweg über die B 93 in Kauf nehmen.

Marlies Neumann

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