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Altenburg Brummis verstopfen Dorfstraßen
Region Altenburg Brummis verstopfen Dorfstraßen
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14:43 23.02.2018
Auf den ohnehin schon engen Straßen in Lehndorf geht derzeit wegen diverser Brummis auf Schleichwegen überhaupt nichts mehr. Quelle: privat
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Lehndorf

Eigentlich sind Lehndorf und Saara Ecken, in denen es vergleichsweise ruhig zugeht. Mit Ausnahme der viel befahrenen Bundesstraße 93. Aber diese Hauptverkehrsader ist seit gut einem Monat für rund ein Jahr gesperrt, da die Bahn die Brücke über die Gleise in Lehndorf neu baut. Und seitdem leben die Anwohner in einem Ausnahmezustand.

„Wir ersticken hier förmlich im Umleitungsverkehr. Vor allem die schweren Sattelzüge, die sich über die Gemeindestraßen quälen, sind unzumutbar“, so Gemeinderat Thomas Hummel auf der jüngsten Sitzung. „Mittlerweile haben sich die 40-Tonner auf ihren Schleichwegen sogar schon bis zum Kindergarten vorgeschoben und sind dort regelrecht stecken geblieben“, so Hummel weiter. Er hat sich als Anwohner an die großen Speditionen gewandt, die hier regelmäßig unterwegs sind. „Und die meiden jetzt tatsächlich diese Schleichwege. Aber andere, insbesondere ausländische Fahrer, eben nicht.“

Nicht nur für Passanten, vor allem Kinder, seien die Brummis auf Schleichwegen eine Gefahr. Auch die für diese Belastung nicht ausgelegten Straßen in Zürchau, Maltis oder Bornshain, über die dieser Verkehr sich ebenfalls quält, werden ramponiert. „Und wir als Anrainer sollen dann wohl die Zeche zahlen. Egal wie – so wie es jetzt ist, kann das keine Lösung sein. Hier muss auch die Beschilderung umfassender und früher auf die offizielle Umleitung hinweisen“, verlangt Hummel.

„Ja, das sind wirklich keine Zustände“, bestätigt Bürgermeister Hendrik Läbe (SPD) ebenso wie den Fakt, dass bei ihm schon eine Unterschriftensammlung von entnervten Anwohnern aus Mockzig eingegangen ist. „Aber Mockzig liegt auf Altenburger Gemarkung, weshalb wir nicht zuständig sind und ich die weitergeleitet habe“, behauptet er.

Mittlerweile stehe die Gemeinde schon in intensivem Kontakt mit der Polizei, damit sie die Kontrollen hochfährt und Umleitungssünder abschreckt. „Das geht nur mit einer hohen Polizeipräsenz, und wir machen hier auch massiv Druck“, versprach Läbe. Die größte Landgemeinde des Kreises hatte ohnehin ein Riesenproblem: Der für Nobitz zuständige Kontaktbereichsbeamte (KOBB) fiel lange Zeit erkrankt aus. Dessen Aufgaben erledigen die Kollegen der Nachbarbereiche zusätzlich mit. „Was kein Zustand sein kann“, so Läbe. Zumindest ist hier Abhilfe in Sicht: Ab 1. März soll ein neuer KOBB nach Nobitz kommen.

Von Jörg Wolf

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