Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Altenburg Brunnen oder doch lieber Wasserspiel für den Altenburger Markt?
Region Altenburg Brunnen oder doch lieber Wasserspiel für den Altenburger Markt?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:00 16.06.2016
Das umstrittene Brunnenmodell – hier präsentiert vom Heimatvereinsvorsitzenden Albrecht Lippold (l.) und Gestalter Alexander Vogel. Quelle: Mario Jahn
Anzeige
Altenburg

Fast drei Jahre hat der Heimatverein der Skatstadt mit großem Aufwand und viel Enthusiasmus nach einem Brunnen für den Altenburger Marktplatz gesucht. Vorschläge wurden gesichtet, Vereine angeschrieben und zur Auswertung eingeladen, mit vielen Bürgern gesprochen. Ende vergangenen Jahres dann wurde das Siegermodell präsentiert. Ein Brunnen mit einem überdimensionalen, fast vier Meter großen Barbarossa sowie kleineren Sitzfiguren auf dem Rand. Die Chancen, dass aus diesem Modell in absehbarer Zeit tatsächlich ein Brunnen wird, stehen seit voriger Woche allerdings ziemlich schlecht. Denn der Entwurf ist im Bauausschuss des Altenburger Stadtrates durchgefallen.

„Die Mehrheit der Mitglieder konnte sich dafür nicht erwärmen“, so der Ausschussvorsitzende Peter Müller (Pro Altenburg) auf OVZ-Nachfrage. Viele hätten die Figuren als zu groß empfunden, auch werde ein solch historisierender Brunnen eher nicht gewünscht. „Die Tendenz geht mittlerweile eindeutig zu einem Wasserspiel“, sagt Müller.

Für den Vorsitzenden des Heimatvereins, Albrecht Lippold, eine ziemliche Überraschung. „Wir waren bis auf Pro Altenburg, wo sich kein passender Termin fand, in allen Fraktionen des Stadtrates und haben unser Modell vorgestellt. CDU und SPD waren komplett dafür, wobei man natürlich über die figürliche Gestaltung reden kann. Die Linke fand den Barbarossa zu dominant, konnte sich aber ebenfalls vom Grundsatz her mit unserem Vorschlag anfreunden“, erinnert sich Lippold. Allein Stadtforum/Grüne seien grundsätzlich dagegen gewesen. Ihrer Meinung nach müsse sich ein Künstler-Gremium und kein Verein mit einem für die Stadt so wichtigen Projekt beschäftigen.

Woher jetzt der Umschwung kommt, kann sich der 74-Jährige nicht so recht erklären. Zumal das Projekt bis Ende Mai auch in zwei Schaufenstern in der City ausgestellt war und die Bürger sich überwiegend zustimmend geäußert hätten. Was für Albrecht Lippold besonders wichtig ist, denn der Heimatverein setzt bei der Finanzierung auf Sponsoring und Spenden aus der Bevölkerung. Rund 260 000 Euro müssten wohl zusammenkommen.

Derweil macht sich nicht nur die Fraktion, sondern die gesamte Bürgervereinigung Pro Altenburg für ein Wasserspiel stark und hat einen Wettbewerb zur Ideenfindung ausgelobt. Die Altenburger sind aufgerufen, im Urlaub Schnappschüsse von Wasserspielen in anderen Städten oder Ländern zu machen und sie Pro Altenburg zuzusenden.

Die Wasserinstallation sollte nicht nur die Attraktivität des Marktes steigern, sondern auch die Möglichkeit bieten, dass Kinder spielen und Erwachsene verweilen können. Es sollte sich harmonisch in die bestehende Struktur des Marktes eingliedern lassen. In einer öffentlichen Sitzung der Bürgerbewegung werden unter allen Einsendern die drei schönsten ausgewählt und mit einem Preis ausgezeichnet, so Müller. Sie sollen dann der Stadtverwaltung als Bebauungsalternative vorgeschlagen.

P.S.: Es wird gebeten, die Fotos bis 31. August per E-Mail an folgende Adresse zu senden: peter_mueller_friseurmeister@t-online.de

Von Ellen Paul

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

In etwa einem Drittel des Altenburger Landes gibt es kein schnelles Internet. Das zeigen die Karten, die Andreas Kaßbohm, Leiter des Breitbandkompetenzzentrums Thüringen jetzt zeigte. Dies soll und kann sich in den kommenden zwei Jahren allerdings ändern.

16.06.2016

Im Wieratal herrscht derzeit dicke Luft. Ziegelheims Bürgermeister Mario Rohr (CDU-Wählergruppe) und sein Stellvertreter Frank Schmiedel (FFW) empfinden das Vorgehen von Jürgen Schneider, amtierender Vorsitzender der VG Wieratal und scheidender Bürgermeister von Langenleuba-Niederhain, als Anmaßung.

16.06.2016

Für die einen ist das Auto nichts anderes als ein Fortbewegungsmittel, für andere ein zeitintensives Hobby. Sie motzen nämlich ihren fahrbaren Untersatz nach allen Regeln der Kunst auf. Deren Herzen werden am Sonnabend garantiert höher schlagen. Denn der Osterländer Honda-Club lädt ab 13 Uhr zu einem Tuning-Event an die Altenburger Teichpromenade.

16.06.2016
Anzeige