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Altenburg Bünauroda leidet unter Umleitungsverkehr
Region Altenburg Bünauroda leidet unter Umleitungsverkehr
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15:00 07.02.2018
Für Lkw-Fahrer nur schwer zu erkennen: Das Verbotsschild in Bünauroda wird teilweise durch einen Baum verdeckt. Quelle: Mario Jahn
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Bünauroda

In Bünauroda staut es sich. Nachdem die Brücke zwischen dem Meuselwitzer Ortsteil und dem Abzweig in Richtung Lucka seit gut zwei Wochen abgerissen und neu gebaut wird, zwängen sich Pendler, Anlieger, Busse und Lieferverkehr tagtäglich durch die Falkenhainer Straße des kleinen Ortes. Die offiziell ausgeschilderte Umleitung über Mumsdorf und Falkenhain ignorieren die meisten. Die betroffenen Anwohner wollen dies nicht auf sich sitzen lassen und beschwerten sich beim zuständigen Landratsamt. Das lenkte ein, schaute sich die Lage vor Ort an und stellte ein Schild auf, das zumindest Lkw-Fahrern die Durchfahrt für die Zeit der Baumaßnahme verbietet.

Doch der gewünschte Effekt ist bisher nur spärlich eingetreten: Wie Anwohner Mike Kolbe berichtet, stehe das Schild so ungünstig – und teilweise durch einen Baum verdeckt – dass es die Lkw-Fahrer zu spät oder gar nicht wahrnehmen und trotz Verbots munter durch Bünauroda donnern würden. Auf OVZ-Anfrage teilt der Sprecher des Landratsamtes, Tom Kleinfeld, mit: „Am Donnerstag sind wir vor Ort, um die aktuelle Position des Schildes zu prüfen und gegebenenfalls anzupassen.“

Doch damit nicht genug: Wie Kolbe weiter berichtet, habe die Meuselwitzer Feuerwehr den Zugang zur Bushaltestelle in Richtung Lucka vor dem Übergang zur Verkehrsinsel gesperrt. Schulkinder waren so noch vor Ferienbeginn gezwungen, die stark frequentierte Straße in voller Breite zu überqueren. „Wir werden die Information weitergeben und bis Ferienende aufklären“, sagt der Meuselwitzer Bürgermeister Udo Pick (BfM).

Eine ganz andere Frage in diesem Zusammenhang stellt sich für Mirko Meckel. Der Meuselwitzer pendelt jeden Wochentag nach Leipzig. Er sagt: „Ich kann den Unmut der Leute entlang der Umleitungsstrecke von Bünauroda, Falkenhain, Mumsdorf und auch der Leute in Zipsendorf gut verstehen, aber sollte man nicht mal die Frage stellen, was an einem Brückenabriss so lange dauert?“ Für Meckel sei bereits der erste Abriss eine Schande gewesen, „aber wenn da nur drei Leute arbeiten, ist das ja auch klar. So was darf es nicht geben.“

Von Mathias Schönknecht

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