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Altenburg Bündnisgrüne: Bioenergie aus der Region auch hier verbrauchen
Region Altenburg Bündnisgrüne: Bioenergie aus der Region auch hier verbrauchen
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21:42 15.01.2012
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Es sei außerordentlich erfreulich, dass nicht nur Landwirte und Unternehmer sich mit dem Betrieb oder der Her­stellung solcher Anlagen beschäftigen, sondern auch die Verwaltung der Sache offen gegenüberstehe.

Je mehr Energie aus erneuerbaren Quellen gewonnen wird, umso verzichtbarer werde Atomstrom und Strom aus konventionellen Energieträgern wie Kohle oder Öl, argumentieren die Bündnisgrünen. Sie erwarten jedoch mehr von einem solchen Engagement. Es wird gefordert, dass die vor Ort erzeugte Energie aus erneuerbaren Quellen auch vor Ort verbraucht werden kann. Bereits jetzt reiche diese Energie aus, um den Verbrauch aller Haushalte im Landkreis, aller Schulen, Turnhallen, Verwaltungsgebäuden und auch der Straßenbeleuchtung abzudecken, heißt es in der Erklärung.

Die verantwortlichen Stadtwerke werden deshalb aufgefordert, einen Tarif anzubieten, mit dem regional erzeugter Strom auch regional verbraucht werden kann. Zugleich erwarte man von den Verantwortlichen in den Kommunen, sich dafür einzusetzen, dass die öffentliche Hand mit gutem Beispiel vorangeht und Strom aus erneuerbaren Quellen verbraucht.

Strom erzeugen sei nur die eine Seite der Medaille, die andere ist, den "guten" Strom auch zu kaufen. Damit werde nicht nur die Region gefördert, sondern die Anbieter sehen auch, dass ihr Produkt gefragt ist und werden weiter vor Ort investieren, erklären die Bündnis 90/Die Grünen.

Weiterhin werde sich auch zeigen, wie viel "bio" am Ende im "Biostrom" steckt. Wenn zu lesen ist, dass eine Biogasanlage fast zu 100 Prozent mit Mais beschickt wird, so würden hier riesige Monokulturen dahinter stecken und es könne keineswegs mehr von einer Bio-­Gasanlage gesprochen werden. "Und wenn Anwohner in Schmölln die Abschaltung einer Anlage fordern, weil sie erhebliche Geruchsbelästigung verursacht, so wirft dies auch kein positives Licht auf die Anlage, deren Betreiber und die erzeugte Energie", heißt es.

Vor dem Hintergrund des wirtschaftliches Aspektes erscheine die Gründung von Genossenschaften mit Bürgerbeteiligung der richtige Weg. Bürgerkraftwerke oder eigene Wärme- oder Stromnetze in Bürgerhand können dafür sorgen, dass verantwortungsbewusst gehandelt werde. Hierfür gebe es erfolgreiche Beispiele nicht nur aus dem Schwarzwald.

Der Landkreis seinerseits müsse die rechtlichen Möglichkeiten für Anlagen im Eigentum des Landkreises schaffen. Seien es Solar- oder thermische Anlagen, in Bayern sind solche Anlagen längst im Eigentum von Kommunen und Landkreisen. Es müsse endlich auch in Thüringen und im Altenburger Land möglich sein, dass der Landkreis für Solaranlagen geeignete Flächen nicht nur verpachten, sondern darauf selbst Anlagen bauen kann.

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