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Bürger von Starkenberg sind nach Einbruchsserie verunsichert

Täter auf freien Fuß Bürger von Starkenberg sind nach Einbruchsserie verunsichert

Die Zahl der Einbrüche in der Gemeinde Starkenberg ist inzwischen auf neun gestiegen. Doch die Täter sind nach wie vor auf freiem Fuß. Erst am Mittwoch meldete die Polizei einen Keller- und einen Laubeneinbruch. Die Einwohner werfen der Justiz nun Untätigkeit vor. Dem widerspricht die Polizei und verweist auf die noch laufende Auswertung der Tatortspuren beim LKA.

In das Gebäude am Sportplatz vom SV Starkenberg soll eingebrochen worden sein. Äußerlich und innen gibt es keine Beschädigungen .
 

Quelle: Mario Jahn

Starkenberg/Altenburg.  Die Einwohner der Gemeinde Starkenberg sind verunsichert und haben Angst. In den vergangenen Wochen mussten sie eine regelrechte Einbruchsserie in der Gemeinde miterleben. Gleich mehrfach wurden Keller aufgebrochen, Gartenlauben geknackt und ins Sportlerheim eingestiegen. Die jüngsten Vorkommnisse meldete die Polizei erst am Mittwoch. Wieder wurden ein Keller und eine Laube Ziel von Straftätern (die OVZ berichtete).

Die Justiz schaue weg und lasse die Diebe gewähren, schimpfen die Bürger inzwischen hinter vorgehaltener Hand im Dorf. Zwar hätte die Polizei, in jedem Fall ermittelt und Spuren gesichert sowie die Personalien der mutmaßlichen Täter festgestellt, denn sie seien dorf- und polizeibekannt. Selbst die Polizisten, so heißt es in Starkenberg, seien frustriert ob der Untätigkeit der Justizbehörden und über deren lasche Strafverfolgung.

Dem widerspricht Frank Hummel, Leiter der Ermittlergruppe der Polizei. „Das ist unsere Arbeit, wir kennen die Situation, deshalb würde ich nicht von Frust bei den Kollegen sprechen“, erklärt er gegenüber der OVZ. Abgesehen davon stelle sich die Situation in Starkenberg aus seiner Sicht auch etwas anders dar als von den Bürgern wahrgenommen. „Ich kann zwar die Sorgen und Ängste der Bevölkerung verstehen, aber wir als Polizei müssen uns ebenso wie die Justiz an Recht und Gesetz halten“, wirbt Hummel um Verständnis.

Er bestätigt, dass zwar der Verdacht naheliege, dass es sich bei den Tätern immer um ein und dieselben handelt, jedoch sei das zum jetzigen Stand der Ermittlungen reine Spekulation. Und es sei eben nicht so einfach, ihnen die Taten im Einzelnen nachzuweisen. Wenn aus Kellern lediglich ein paar Nahrungsmittel gestohlen würden oder sich in Lauben nur umgeschaut würde, gebe es im Nachhinein naturgemäß nur wenig polizeilich Verwertbares.

Das heißt aber nicht so, Hummel weiter, dass es keine Spuren gab und diese nicht gesichert worden seien. „Die Auswertung der aktuellen Spuren vom Einbruch vergangene Woche dauert aber noch an“, informiert Hummel zum Stand der Ermittlungen. Aus Erfahrung weiß er aber, dass es Monate dauern kann, bis die Ergebnisse vom Landeskriminalamt (LKA) vorliegen.

Leider hätten die Täter darüber hinaus wenig Anhaltspunkte hinterlassen, die ein sofortiges Eingreifen zugelassen hätten. So gebe es beispielsweise keine Zeugen der Taten. „Anders ausgedrückt, bis jetzt lagen einfach noch keine hinreichenden Haftgründe vor, um die mutmaßlichen Täter festzusetzen“, erklärt Hummel. Doch das werde sich spätestens dann ändern, wenn die Laborauswertung vorliegt, ist er sich relativ sicher.

„Natürlich warten wir nun nicht, bis die Spurenauswertung beim LKA abgeschlossen ist. Sobald wir mit unseren Ermittlungen fertig sind, übergeben wir den Sachverhalt der Staatsanwaltschaft und reichen die Laborergebnisse einfach nach“, erläutert Hummel. Bis dahin blieben seine Kollegen dran und würden ihr Bestes geben, damit am Ende die Staatsanwaltschaft eine gerichtsfeste Anklage schreiben kann. Denn ohne der Justiz vorgreifen zu wollen, glaubt Hummel nicht, dass die Täter einfach so davonkommen, wenn ihnen die Einbruchsserie nachgewiesen werden kann. Je mehr die Delinquenten auf dem Kerbholz haben, desto höher fällt auch die Strafe aus. Und sollten sich die Vermutungen bestätigen, dann würden in jedem Fall Haftgründe vorliegen.

Von Jörg Reuter

Starkenberg 50.986169 12.310914
Starkenberg
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