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Altenburg Bürgerforum wehrt sich gegen Vorwürfe von Diakon Christoph Schmidt
Region Altenburg Bürgerforum wehrt sich gegen Vorwürfe von Diakon Christoph Schmidt
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21:24 09.02.2018
Sonntagsveranstaltung des Bürgerforums auf dem Roßplan Altenburg gegen die Asylpolitik - am Rednerpult Frank Schütze Quelle: Jens Paul Taubert
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Altenburg

Mitglieder des Bürgerforums Altenburger Land haben sich gegen Behauptungen verwahrt, sie würden gegen Integrationshelfer, Juden, Sinti, Roma, Behinderte und Ausländer hetzen. Damit wird Bezug auf den Gastbeitrag von Christoph Schmidt, Diakon des Kirchenkreises Altenburger Land, in der OVZ am 3. Februar „Vom Gut- zum Wutmensch und zurück“ genommen, der dem Bürgerforum Hasskommentare gegen die genannten Gruppen vorwarf.

Landratskandidat: Kirche ist Hauptprofiteur der Asylindustrie

Wenn man Probleme der Asylpolitik kritisiere, habe dies weder mit Hass noch mit Fremdenfeindlichkeit zu tun. „Wir hetzen nicht gegen Ausländer, sondern adressieren unsere Kritik stets gegen die Politik, die die Fehlentwicklungen verursacht“, heißt es in einer von Andreas Sickmüller unterzeichneten Erklärung. Es wundere nicht, dass Schmidt die Kritik am politischen System unter Beschuss nimmt. Richte sie sich doch gegen den Garant seiner ökonomischen Lebensgrundlage. Denn Kirchen und ihre Verbände seien die „Hauptprofiteure der seit 2015 zu Lasten der Steuerzahler geradezu explodierenden Asylindustrie“, heißt es.

Forumsmitglied sieht in Schmidt „sozialen Sprengmeister“

Noch deutlicher wird Forumsmitglied Gebhard Berger. „In seiner religiös verbrämten Ideologie lässt Schmidt jährlich lieber Millionen Kinder verhungern, als entschlossen Stopp zu sagen und sich dafür einzusetzen, dass plötzlich verfügbare Milliarden für die Rettung von täglich 20 000 sterbenden Kindern“ in Afrika und Asien verwendet werden. Das Bürgerforum hetzte nicht gegen Ausländer, sondern „gegen verlogene korrupte Politiker und gegen Pharisäer wie Schmidt, die zwischen Einheimischen und Migranten soziale und wirtschaftliche Verteilungskämpfe installieren“, erklärt Berger, der den Diakon als „moralisierenden Schwätzer und sozialen Sprengmeister im Messgewand“ bezeichnet.

Von ovz

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