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Altenburg Bürgerinitiative Hochwasserschutz gegründet
Region Altenburg Bürgerinitiative Hochwasserschutz gegründet
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04:12 11.04.2018
Um den Hochwasserschutz voranzutreiben, hat sich in Wilchwitz eine Bürgerinitiative gebildet. Quelle: privat
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Wilchwitz

Im Saal des Vereinshauses vom Wilchwitzer Feuerwehrverein blieb Montagabend kein Stuhl mehr frei: Rund 120 Wilchwitzer waren gekommen, um mit ihrer Unterschrift die Gründung der Bürgerinitiative Hochwasserschutz Wilchwitz zu unterstützen.

„Wir hatten mit so einem Andrang schon gerechnet, denn wie sehr das Thema den Menschen unter den Nägeln brennt, haben wir schon erfahren, als wir die Flugblätter verteilt haben, mit denen wir die Gründung der Initiative ankündigten. Dass sich in Sachen Hochwasserschutzbauten in den zurückliegenden fünf Jahren noch nichts getan hat, sorgt für erhebliche Unruhe“, sagt Rocco Burkhardt, Sprecher im fünfköpfigen Gründungsgremium.

„Wir haben zuerst detailliert den aktuellen Sachstand dargelegt und dann unsere weiteren Schritte erklärt. Es herrschte Einhelligkeit unter den Besuchern, dass alle, denen beim Hochwasser 2013 ein immenser Schaden an Hab und Gut entstanden ist, das Recht haben, über den aktuellen Sachstand informiert werden“, so Burkhardt weiter.

Auch die weiteren Schritte wurden schon grob umrissen: Die Bürgerinitiative wird in Wilchwitz und auch in Kraschwitz weiter Unterschriften sammeln. „Jeder, der unterschreibt, gibt uns als BI den Rückhalt, für den Hochwasserschutz zu kämpfen.“

Schnell soll nun ein Gespräch mit der Gemeindeverwaltung Nobitz und Bürgermeister Hendrik Läbe gesucht werden, um den aktuellen Planungsstand und einen möglichen Zeitrahmen für die Umsetzung der Bauarbeiten zu erfahren. „Gleiches werden wir beim für den Hochwasserschutz und die Projektplanungen verantwortlichen Thüringer Landesamt für Umwelt und Geologie (TLUG) einfordern, wo die Verantwortlichen über den aktuellen Sachstand der Planungen berichten können. Aber wir sehen uns als BI nicht als Meckerer, sondern als Partner vor Ort, die allen ihre Hilfe bei auftretenden Problemen anbieten“, unterstrich Burkhardt, der auch einschätzte, dass die Stimmung während der gesamten Veranstaltung am Montag trotz der langen Zeit des vermeintlichen Stillstands sehr sachlich und kooperativ gewesen sei.

Obwohl das Landratsamt in diese Planungen nicht direkt eingebunden ist, meldete sich die für Gewässer zuständige Behörde zu Wort, als die geplante Gründung der BI bekannt wurde: „Nach unserem letzten Kenntnistand ist die Planung sehr weit fortgeschritten. Es würde sich nur noch um Details im Bereich der Flächenverfügbarkeit beziehungsweise um einzelne Grundstücksfragen handeln. Über den Planungsstand hat die TLUG die Gemeinde Nobitz regelmäßig informiert, auch darüber, dass die Hochwasserschutzmaßnahmen an der Pleiße bis 2021 umgesetzt werden sollen“, erklärte Birgit Seiler, Leiterin des Fachdienstes Natur- und Umweltschutz im Landratsamt.

Von Jörg Wolf

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