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Altenburg Bürgerservice am Altenburger Markt kommt erst 2019
Region Altenburg Bürgerservice am Altenburger Markt kommt erst 2019
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11:12 19.02.2018
So sieht es im Inneren der ehemaligen Sparkassen-Filiale am Altenburger Markt aus. Daraus soll nun bis 2019 der Bürgerservice der Stadtverwaltung werden. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Der am Markt geplante Bürgerservice der Stadt Altenburg kommt später. „Wir hoffen, den Bürgerservice 2019 eröffnen zu können“, sagte Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) nun auf Nachfrage. Ursprünglich sollte die ebenerdige und behindertengerechte Außenstelle am Markt 2 nächsten Monat ihre Türen öffnen. Wegen spät entdeckter Baumängel hatte der OB den Start bereits Anfang 2016 auf Mai dieses Jahres verschoben (die OVZ berichtete).

Grund für den weiteren Verzug ist nach OVZ-Informationen ein Streit darüber, wer verantwortlich für die Mängel ist und wer die Mehrkosten für deren Beseitigung zu tragen hat – die Stadt Altenburg als Eigentümer oder die Sparkasse Altenburger Land als jahrelanger Mieter des Objekts. Den Streit um die Mängel, bei denen es vor allem um Defizite beim Brandschutz geht, habe man außergerichtlich lösen können, erklärte Wolf. „Wir können jetzt rein und 2017 planen, so dass ich die Zielstellung habe, dass noch in diesem Jahr die Bauarbeiten beginnen können und über 2018 gebaut wird.“

Im Anschluss daran müsse man schauen, ob eine Eröffnung noch Ende 2018 oder erst Anfang 2019 möglich sei, so Wolf weiter. Dieser Zeithorizont sei „notwendig, weil es enorme Investitionen sind, die wir da tätigen müssen“. Durch die Baumängel sei nicht nur eine Verzögerung eingetreten, sondern auch das Problem der Finanzierung erneut akut geworden. „Dafür muss man erst mal das Geld finden.“

Ob die Kosten in den vergangenen zwölf Monaten weiter in die Höhe gegangen sind, sagte Wolf jedoch nicht. Sie könnten – je nach Inhalt des Vergleichs zwischen Sparkasse und Stadt – jedoch auch gesunken sein, weil man sie sich zum Beispiel teilt. Vor einem Jahr kalkulierte die Stadtverwaltung für Umbau und Sanierung der Räume mit rund 470 000 Euro, von denen 275 000 Euro Fördergeld sein sollten. In dieser Summe enthalten ist auch die Auflage, für mehr Tageslicht für die Mitarbeiter zu sorgen. Das Erdgeschoss soll für den Bürgerservice, der Keller als Verwaltungsarchiv genutzt werden.

Allerdings erfüllen beide Geschosse wesentliche Brandschutzauflagen nicht. Deutlich wurde dies, als Fachleute die Räume nach dem Auszug der Sparkasse unter die Lupe nahmen und zum Beispiel die Verkleidung der Deckenkonstruktionen entfernten. Dabei stellte sich heraus, dass vor allem obere Teile der Stahlträger sowohl im Keller als auch im Erdgeschoss nicht geschützt sind. Im Brandfall, und damit bei starker Hitze, könnten sie sich verbiegen und ihre Last nicht mehr tragen. Schlimmstenfalls könnte das Gebäude deshalb sogar einstürzen. Um dieses Risiko auszuschließen, müssen die Brandschutzmaßnahmen nun nachgeholt werden.

Von Thomas Haegeler

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