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Bürgerwettbewerb kürt bestes Brunnen-Modell für Altenburger Marktplatz

Barbarossa am Brunnen Bürgerwettbewerb kürt bestes Brunnen-Modell für Altenburger Marktplatz

Alexander Vogel heißt der Gewinner des Wettbewerbs des Altenburger Heimatvereins um die Gestaltung des Brunnens auf dem Marktplatz. 30 Vorschläge wurden im Jahr 2013 eingereicht, als der Verein die Altenburger aufforderte, ihre Entwürfe einzureichen. In der Jahreshauptversammlung wurden nun die besten zehn dieser Entwürfe ausgewählt.

Der Altenburger Marktbrunnen als Modell – vorgestellt von Albrecht Lippold, Vorsitzender des Altenburger Heimatvereins, und Alexander Vogel (r.).
 

Quelle: Mario Jahn

Altenburg.  Kinder und Jugendliche sitzen mit Smartphones am Brunnen, ein Paar in traditioneller Bauerntracht flaniert dahinter entlang und alle überschattet ein riesiger Barbarossa: Das zeigt das Modell des Marktbrunnens, das seit dieser Woche erstmalig im Schaufenster des ehemaligen McPaper-Geschäfts ausgestellt wird. Der Altenburger Heimatverein forderte die Bürger der Skatstadt im Jahr 2013 auf, Entwürfe für einen Marktbrunnen einzureichen. Alexander Vogel, Inhaber einer Altenburger Werbefirma, gewann die Ausschreibung. Sein Entwurf wurde von Monika Ziegler als Tonmodell ausgearbeitet, im Auftrag des Heimatvereins. „Wir wollen den Bürgern zeigen, was wir für einen Brunnen geplant haben“, sagt Albrecht Lippold, der Vorsitzende des Heimatvereins, zu der Ausstellung.

„Die Bürger sollten sich vom Modell nicht irritieren lassen. Ton ist ein anderes Material als Metall, die Figuren werden auf dem Marktplatz ganz anders wirken“, so Alexander Vogel. Neben Metall soll Rochlitzer Porphyr verwendet werden. Alexander Vogel schrieb ein Buch über den Altenburger Otto Pech, der das Tierquartett „Schwarzer Peter“ erfand. „Barbarossa ist eine von Pech dargestellte Figur, darum kam ich auf die Idee für den Brunnen“, so Vogel. Noch ist das Modell klein gehalten, dafür soll der Marktbrunnen aber umso größer gebaut werden. „Barbarossa ist vier bis fünf Meter hoch“, meint Lippold. Außerdem ist das vier mal sechs Meter große Becken dem Gefälle des Marktplatzes angepasst – an der Vorderseite ist der Wasserstand flach, so dass die Kinder bequem ihre Füße kühlen können im Sommer. Weiter hinten wird das Wasser tiefer. „Um den Brunnen herum soll es außerdem Sitzgelegenheiten geben“, führt Lippold weiter aus.

Die Finanzierung sowie der Baubeginn sind aber noch nicht geklärt. Der Altenburger Heimatverein möchte das Modell erst einmal den Bürgern der Skatstadt zeigen. „Wenn der Brunnen von den Bürgern angenommen wird, müssen wir Spenden sammeln“, so der Vereinsvorsitzende. Mit einem Eigenbeitrag könnten sie aber auch Fördermittel beantragen.

„Aus dem Stadtrat haben wir viele positive Reaktionen bekommen“ sagte Lippold. Es gab aber auch negative Rückmeldungen. „Bei den Grünen und dem Stadtforum kam die Frage auf, warum wir keine Künstler-Ausschreibung gemacht haben. Wir wollen aber einen Bürgerbrunnen und keinen von einem Künstler“, so Lippold. Immerhin gebe es einen Künstlerbrunnen schon auf dem Kornmarkt.

30 Vorschläge wurden im Jahr 2013 eingereicht, als der Verein die Altenburger aufgefordert hatte, ihre Entwürfe einzureichen. In der Jahreshauptversammlung wurden die besten zehn dieser Entwürfe ausgewählt. Zusammen mit 19 anderen Altenburger Vereinen aus dem Bereich Heimat und Geschichte wurden diese Entwürfe nach einem Punktesystem bewertet – nur drei Vereine gaben keine Stimme ab. Der Brunnen von Alexander Vogel schaffte es auf den ersten Platz.

Allerdings musste noch etwas am Entwurf geändert werden. Barbarossa war als Zentrum gedacht, aber im ersten Entwurf von Vogel waren noch Skatfiguren außen herum. „Der Skatbrunnen am Brühl hat aber ein Alleinstellungsmerkmal“, erklärt Lippold. Aus diesem Grund wurden die Figuren umgeändert. Um Barbarossa herum sitzen nun die schon erwähnten Jugendlichen und das Paar in Bauerntracht sowie Bernhard August von Lindenau, Begründer des Lindenau Museums, und ein Kartenmacher. Barbarossa selbst steht auf einem Felsen, in den drei Masken eingelassen sind. Aus diesen Masken fließt Wasser in eine Schale und von da in das Becken.

Von Andrea Schrader

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