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Altenburg Bundes-Kunsthandwerks-Ausstellung in Altenburg eröffnet
Region Altenburg Bundes-Kunsthandwerks-Ausstellung in Altenburg eröffnet
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05:15 26.04.2017
Abwechslungsreiche Kunst ist derzeit im Brühl 2 zu sehen. Quelle: Foto: Mario Jahn
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Altenburg

Bereits zum zweiten Mal hat die Stiftung Bahn-Sozialwerk (BSW) für ihre Bundes-Kunsthandwerks-Ausstellung das traditionsreiche Haus Brühl 2 des Kulturbundes als Ausstellungsort erwählt. Margarete Zavoral, geschäftsführende Vorstandsvorsitzende, bezeichnet in ihrem Grußwort des Ausstellungskataloges diesen Ort dank seiner langen Geschichte mit handwerklichen Aspekten als ideal dafür. Auch dürfte die gute Zusammenarbeit mit dem Team der Kulturbundfreunde eine Rolle gespielt haben.

Ehrenamtliches Engagement ist das Fundament der Stiftung, die 6000 berufstätige und ehemalige Bahnbeschäftigte vereint. Der große Zulauf für das Kunsthandwerk führte hier zur Gründung einer eigenen Sparte. Als zentraler Fachberater fungiert der Saalfelder Günter Flurschütz. Besonders seinem Engagement und dem seiner Frau Regina ist die Ausstellung zu verdanken. Sie pflegten bereits im Vorfeld intensive Kontakte zu allen ausstellenden Künstlern – immerhin 97.

Im Vergleich zur Bundesausstellung im Jahr 2015 sind ein Rekord und Neuerungen zu vermelden. 189 große wie kleine Kunstwerke sind zu sehen, zuletzt waren es 104. Erfreulich ist die Internationalität, die durch die erstmalige Beteiligung von insgesamt zehn Künstlern aus Frankreich und Tschechien, sowie von Steinmetzen erzielt wird. Das Gros der Aussteller kommt aus Deutschland, vorwiegend aus den neuen Bundesländern. Auch vier Altenburgerinnen sind vertreten. Mancher stellt dabei seine Vielfältigkeit vor, andere wiederum ihre Teamfähigkeit. Die in der Freizeit entstandenen Kunstwerke umfassen dabei die Bereiche Schnitzen und Holzbearbeitung, Skulpturen, Keramik, Klöppeln, Sticken, Häkeln und Stricken sowie Freies Gestalten.

Wie bei allen großen Wettbewerben vergibt die Stiftung BSW auch Preise in Form von Gold-, Silber- und Bronzemedaillen für die von einer Fachjury – Ulrike Weißgerber und Carla Pinkert vom Altenburger Lindenau-Museum und Inge Popp von den Klöppelmäusen Knau – ausgewählten Arbeiten. Ihr obliegt es auch, weitere besondere Werke mit Diplomen zu ehren.

Bei der mit über 100 Besuchern sehr gut besuchten Vernissage ging die Altenburger Kulturbundvorsitzende Dr. Renate Arfeller auch auf die Geschichte des 1494 erbauten Hauses der Galerie ein. Bei seinen Altenburger Besuchen hätte Martin Luther dieses Gebäude erlebt. Selbiger ist als Schnitzarbeit in der Schau zu sehen.

Die im BSW für Kultur und internationale Beziehungen verantwortliche Barbara Sisinski dankte dem Kulturbund für seine Unterstützung und würdigte die Leistungen im ehrenamtlichen Engagement. Ihr Stolz sei es, dass die Aussteller eine Altersstruktur von 14 bis 87 durchlaufen, so Traditionsbewahrung und neue Wege möglich seien. Mit besonderer Freude begrüßte sie die ausländischen Künstler. Dr. Arfeller meinte dazu, die Bahn sei auf dem Weg nach Europa.

Die Vernissage wurde mit zum besonderen Ambiente der Räumlichkeit passend abgestimmter Musik durch die Gitarrengruppe der Altenburger Musikschule unter Petra Hetzel abgerundet.

An Kunsthandwerk Interessierte treffen in der Schau auf althergebrachte Techniken und eher Unbekanntes. So konnte im Freien Gestalten für die Papierskulptur „Säule“ von Martina Litek-Knothe aus Hannover in der Technik Orimoto Gold vergeben werden. So etwas wurde bisher in Altenburg nicht gezeigt. Gold ging auch an die Altenburgerin Dorothea Trebus für ihr gesticktes Mustertuch. Weitere Blickfänge sind der ebenfalls mit Gold geehrte „Ballon mit Korb“ (Klöppeln) oder das „Winterdorf“ (Teamarbeit Stricken) von Kreativ Altenburg.

Die Schau ist zu sehen: Montag, Dienstag, Freitag 10-18 Uhr sowie Mittwoch 12-18 Uhr.

Von Frieder Krause

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