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Altenburg Bundesfinale bei "Jugend forscht": Zwei Altenburger dabei
Region Altenburg Bundesfinale bei "Jugend forscht": Zwei Altenburger dabei
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02:28 29.05.2015
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Im Bereich Arbeitswelt haben beide bei ihrer ersten Teilnahme bei "Jugend forscht" überhaupt ein scheinbar ganz banales Thema untersucht und Lösungswege aufgetan, das Menschen in ihrem Lebensalltag helfen soll, die im Rollstuhl sitzen. "Rollstuhlfahrer treffen im Alltag auf zahlreiche Barrieren. Selbst bei so simplen Tätigkeiten wie dem Händewaschen auf öffentlichen Toiletten, wo oft die Seifenspender zu hoch angebracht und kaum erreichbar sind", nennt der Geschäftsführer des Wissenschafts- und Transfercenters Altenburg und regionaler Patenbeauftragter für "Jugend forscht", Heinz Teichmann, die Beweggründe für das Projekt. Lucy und Chris waren dem Manko auf der Spur und bekamen heraus, dass sogar im Deutschen Bundestag in Berlin auf dem stillen Örtchen die Rollstuhlfahrer vor diesem Problem stehen. Beide haben nun eine Lösungsvariante entwickelt, einen Seifenspender mit langem Hebel, einer robusten Pumpe und einer verlängerten Seifenausgabe, mit der so ein Spender auch von Rollstuhlfahrern problemlos zu handhaben ist.

Wie die beiden Altenburger in Rheinland-Pfalz abschneiden, liegt in der Hand einer hochkarätig besetzten Jury aus leitenden Mitarbeitern von Universitäten, Hochschulen und Unternehmen. Die wird alle in Ludwigshafen von 195 Startern präsentierten 113 Projekte aus der gesamten Bundesrepublik bewerten und ihr Urteil fällen. "Am Freitag werden die Sonderpreise verliehen und am Sonnabend die Preise für die Sieger und Platzierten. Die Ehrung wird durch Bundespräsident Joachim Gauck vor rund 1100 Ehrengästen im Festsaal des BASF-Feierabendheimes erfolgen. Dabei sein wird auch Heinz Teichmann, der seit fünf Jahren der WTC-Geschäftsführer und damit regionaler Patenbeauftragter ist. "Solche Bundesausscheide sind auch für mich immer wieder ein unvergesslicher Höhepunkt", sagt er voller Überzeugung. Und beileibe ist es eine absolute Ausnahme, dass ein Projekt aus dem Altenburger Land den Durchmarsch bis auf die bundesweite Bühne schafft.

"Wir feiern in diesem Jahr die 50. Auflage dieses Wettbewerbs. Und zwischen 1997 und 2014 haben es zehn Projekte aus unserem Landkreis mit insgesamt 17 Startern zu so einem Finale geschafft", erklärt Teichmann. Geholt wurden dort mehrere Sonderpreise und erst im Vorjahr die bislang beste Platzierung für Jungforscher aus dem Altenburger Land: Melanie Hoppmann und Lisa Sarich vom Lerchenberggymnasium holten einen fünften Platz.

Was zeige, dass es im Altenburger Land viele forschungsbegeisterte junge Leute gebe. Das zeige sich auch regelmäßig bei den Regionalausscheiden in Rositz, wo immer rund zwei Drittel aller präsentierten Projekte aus dem Landkreis stammen. "Und bundesweit steht das kleine Thüringen nach Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg an vierter Stelle", macht Teichmann deutlich. Prognosen, wo Lucy Khammanivong und Chris Schneider landen, mag er nicht machen. "Diese Spannung bleibt bis zum Schluss."

Jörg Wolf

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