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Bundesliga-Radballer gewinnen 36. Internationales Neujahrsturnier

Bundesliga-Radballer gewinnen 36. Internationales Neujahrsturnier

Gleich doppelten Grund zur Freude hatte Radballer Rico Rademann am Sonnabend. Zum einen feierte der Spieler des SV Blau-Gelb Ehrenberg seinen 30. Geburtstag und zum anderen gewann er mit seinem Teamkollegen Mike Schroeter die 36. Ausgabe des Internationalen Neujahrsturniers.

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Die Ehrenberger Mike Schroeter (l.) und Rico Rademann (r.) lassen sich auch im entscheidenden Spiel gegen Dornbirn die Butter nicht vom Brot nehmen.

Quelle: Jürgen Burkhardt

Nach zum Teil phänomenalen Leistungen setzte sich das Gastgeber-Duo in der proppenvollen Mehrzweckhalle im entscheidenden Spiel gegen die Österreicher Martin Lingg und Dietmar Schneider aus Dornbirn mit 5:2 durch und holte den Wanderpokal. Nicht ganz so erfolgreich lief es für die Ehrenberger Reserve. Jens Fröhling und Maik Etzold mussten sich am Ende mit dem dritten Platz im Oberliga-Wettkampf zufrieden geben. Hier schnappte sich Reideburg den Pokal.

 

Im ersten Spiel für Bundesliga-Teams trafen Ehrenberg und Pilsen aufeinander. Bereits hier zeigte sich nach der Weihnachtspause eine erstaunlich gut harmonierende Gastgeber-Mannschaft, die 5:3 gewann. Dornbirn besiegte im zweiten Spiel den französischen Vertreter aus Cronenbourg knapp mit 1:0. Zlin I und Zlin II trennten sich 4:4, gleiches galt für Pilsen und Gent (1:1). Als die Gastgeber gegen Cronenbourg das Spielfeld befuhren, fand die Begeisterung kaum ein Ende. Denn die Ehrenberger spielten groß auf. Mit fantastischen Kombinationen und schnellen Spielzügen entlockten Rademann und Schroeter den Fans wahre Begeisterungsstürme, was sich im 6:1-Erfolg niederschlug.

 

Bevor die Blau-Gelben ihr drittes Spiel absolvierten, mussten Dornbirn gegen Zlin II (1:1), Zlin I gegen Gent (3:4) und Cronenbourg gegen Pilsen (2:5) ran. Gegen Zlin II waren die Ehrenberger aber mittlerweile so perfekt abgestimmt, dass auch hier ein 6:2-Sieg zu Buche stand. Auch der sonst immer kritische Trainer Dieter Rademann war von der Leistung seiner Schützlinge angetan. Dornbirn besiegte danach Gent mit 3:2, während sich Zlin I von Pilsen 2:2 trennte und Zlin II gegen Cronenbourg 1:2 unterlag.

 

Dank der bisherigen Glanztaten waren die Blau-Gelben in der nächsten Partie der klare Favorit. Dieser Rolle wurde man gerecht und schlug die Belgier aus Gent mit 6:1. Rademann/Schroeter ließen auch im Spiel Nummer 17 nichts anbrennen und bezwangen Zlin I mit 5:3. Bevor es zum Spiel der Spiele kam, trennten sich Dornbirn von Pilsen 5:4, Gent von Zlin II 8:4 und Zlin I von Cronenbourg 4:3.

 

Jetzt hörte man es in der vollen Mehrzweckhalle förmlich knistern vor Spannung. Denn das letzte Spiel Ehrenberg gegen Dornbirn war von großer Bedeutung. Die Österreicher brauchten einen Sieg, um den Pokal mitzunehmen. Für die Blau-Gelben reichte hingegen ein Unentschieden zum Turniersieg. Darauf ließen sich Rademann/Schroeter aber nicht ein. Ehrenberg spielte mit einer perfekten Absicherung nach hinten voll auf Angriff, was Dornbirn versuchte zu unterbinden. Der Ex-Weltmeister Dietmar Schneider und der Ex-Vize-Weltmeister Martin Lingg spielten ihre Routine, gepaart mit kämpferischem Einsatz, voll aus. Dennoch gewannen die Ehrenberger mit den jubelnden Fans im Rücken und mit großem Einsatz 5:2.

 

Nach kurzer Erholungspause überreichte Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) dann den Ehrenbergern den Siegerpokal und ehrte alle Platzierten. Zusätzlich wurde Rico Rademann noch als bester Torschütze und zu seinem 30. Geburtstag geehrt.

 

Das Vormittagsturnier der Oberligisten dominierten Langenwolschendorf und die Reideburger Thomas Hesselbarth/Christian Niendorf, die für die wegen Krankheit fehlende Mannschaft aus St. Pölten kurzfristig eingesprungen waren. Das Team aus Halle/Saale patzte zwar zunächst gegen den Ex-Bundesliga-Spieler Tino Kebsch und das 18-jährige Talent Marvin Petzold aus Langenwolschendorf 0:6, besannen sich dann aber auf ihre Klasse und gewannen alle übrigen Partien. Kebsch/Petzold verbuchten - bis auf die Partie gegen Ehrenberg II, die 4:4 endete - nur Siege.

 

Im Finale ging es zwischen beiden nun mächtig zur Sache - mit dem besseren Ende für Reideburg (3:1). Für Ehrenberg II blieb mit einer Niederlage, einem Remis und zwei Siegen das Spiel um Platz drei, in dem sie sich gegen Eula klar mit 7:2 durchsetzen konnten. Anschließend wurde Maik Etzold von den Blau-Gelben als bester Torschütze ausgezeichnet.

Jürgen Burkhardt

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