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Bundeswehr lehnt geplanteHühnermastanlage Gleina ab

Landwirtschaft Bundeswehr lehnt geplanteHühnermastanlage Gleina ab

Wegen eines zu geringen Abstands zu ihrem Luftüberwachungsstandort hat die Bundeswehr die Pläne eines Investors für den Bau einer Hähnchenmastanlage in Gleina abgelehnt. Die Militärs befürchten eine Gesundheitsbelastung für ihre Angehörigen und bemängeln ebenso fehlende Filteranlagen.

Rechts vom Bundeswehrstützpunkt Gleina soll die Mastanlage gebaut werden.

Quelle: Mario Jahn

Gleina. Der Investor einer Hähnchenmastanlage in Gleina bekommt einen mächtigen Gegner: die Bundeswehr. Im laufenden Antragsverfahren für den Betrieb für über 207 000 Tiere hatten sich die Militärs bislang vornehm zurückgehalten und so gut wie keine Einwände geltend gemacht. Doch zwischenzeitlich haben die Waffenträger die Pläne genauer unter die Lupe genommen und ziehen jetzt blank. „Danach ist aus Sicht der Bundeswehr aufgrund des nicht eingehaltenen Mindestabstandes zur Bundeswehr-Liegenschaft Gleina und der geplanten Errichtung der Anlage ohne Filteranlagen mit erheblichen Beeinträchtigungen der Beschäftigten in der Liegenschaft zu rechnen“. Das geht aus einer Stellungnahme hervor, die das Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr (BAIUDBw) gegenüber dem Thüringer Landesverwaltungsamt abgegeben hat.

Gleichfalls seien Beeinträchtigungen des Dienstbetriebes durch die Behinderung der Zufahrt infolge von Bauarbeiten oder beim Auftreten von Alarmfällen – wie beispielsweise bei einer Hühnerpest – in der Anlage zu erwarten, teilte ein Sprecher der Bundeswehr der OVZ auf eine Anfrage mit. Dem Mastbetrieb könne daher aus Sicht der Bundeswehr nicht zugestimmt werden.

Aus den Antragsunterlagen geht hervor, dass der Mindestabstand von der Anlage zur Wohnbebauung vom Emissionsschwerpunkt 383 Meter beträgt. Doch der Bundeswehr-Standort ist bei diesen Überlegungen hinsichtlich einer Mindestabstandsbetrachtung vom Investor offensichtlich unberücksichtigt geblieben. Denn er befindet sich lediglich in rund 50 Metern Entfernung.

Immerhin sind in Gleina an 365 Tagen im Jahr Truppen untergebracht, insgesamt rund 35 Uniformierte. Hinzu kommt ein neunköpfiger ziviler Wachschutz. Nach den rechtlichen Vorschriften wäre daher ein Mindestabstand von rund 350 bis 420 Meter einzuhalten, erklärt der Sprecher. „Mit nur 50 Metern Abstand zur Bundeswehr-Liegenschaft werden diese Vorgaben deutlich unterschritten.“ Außerdem seien Maßnahmen zur Abluftreinigung der Ställe nicht vorgesehen.

Widerstand gegen die Hähnchenmast kommt bislang vor allem von einer Bürgerinitiative. Auch die Gemeinden Schmölln und Nobitz haben die Pläne abgelehnt. Das Genehmigungsverfahren ist nicht abgeschlossen. Der Termin einer öffentlichen Anhörung wurde verschoben.

Von Jens Rosenkranz

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