Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Altenburg Bundesweit einmalig: Ausbildung und Fach-Abi im Paket
Region Altenburg Bundesweit einmalig: Ausbildung und Fach-Abi im Paket
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:45 23.10.2014

Die Initiatoren haben das langfristig vorbereitete Projekt in der KHS-Meisterstube nun öffentlich vorgestellt. Demnach verkürzt sich die Ausbildungszeit um ein halbes Jahr, ein einjähriger Fachoberschulbesuch schließt sich daran an.

Starten kann das deutschlandweit offenbar einmalige Modellvorhaben, das die Innung gemeinsam mit der Altenburger Johann-Friedrich-Pierer-Schule Altenburg verfolgt, im kommenden Jahr. Grünes Licht für das Vorhaben gab es seitens des thüringischen Kultusministeriums bereits Ende Mai. "Wir brauchen kreative Köpfe", begründete SHK-Obermeister Klaus-Dieter Rudolph das Angebot. Ein vergleichbares Projekt soll es laut Rudolph bundesweit nicht geben.

"Diese Variante ist ein Alleinstellungsmerkmal." Bereits vor drei Jahren hatten der SHK-Obermeister sowie der Vorsitzende des Gesellenprüfungsausschusses Robert Ripperger eine ähnliche Idee. Die stieß beim stellvertretenden Pierer-Schulleiter Ralf Herzer auf offene Ohren. Ziel war es, die Berufsausbildung klassenübergreifend mit der Fachhochschulreife zu koppeln. Das scheiterte, weil das Kultusministerium dem Projekt eine Absage erteilte.

"Quer über alle Berufe sollte ab dem zweiten Jahr für das Fachabitur gelehrt werden. Das geht nach thüringischem Recht nicht. Das geht nur berufsrein", erklärte Dirk Heyer, Fachbereichsleiter an der Pierer Schule. "Deswegen diese Variante. In einem Jahr werden die Lehrlinge komprimiert auf das Fachabitur vorbereitet."

Das neue Angebot ist allerdings nur im Fachbereich Technik möglich. Das heißt, nutzen können es Azubis, die SHK-Anlagenmechaniker, Elektroniker, Mechatroniker für Land- und Bau- maschinen oder Zerspanungsmecha- niker werden wollen. "Damit ist die Wahrscheinlichkeit höher, eine Klasse hinzubekommen", begründete Herzer. Denn eine weitere Bedingung ist, dass 20 Schüler für eine Klassenanmeldung benötigt werden. "In diesem Jahr hatten wir nur acht Anmeldungen, da ist noch zu viel Luft", sagte der stellvertretende Schuldirektor. In den vergangenen zwei Jahren kam in Altenburg keine SHK-Klasse zusammen. Zu Spitzenzeiten wurden 25 junge Menschen auf diesem Fachgebiet ausgebildet.

"Kein Nachwuchs heißt Stillstand", bekräftigte Obermeister Rudolph, der ein elfköpfiges Unternehmen in Göhren leitet. "Wir dürfen nicht nur das Auffangbecken für Schulschwache sein." Dem stimmte Ripperger zu. Interessierten soll das Angebot überdies besonders schmackhaft gemacht werden. Wenn die Lehrlinge nach drei Jahren den Ausbildungsbetrieb in Richtung Schule verlassen, wird weiterhin Gehalt gezahlt. "Diesen Bonus bietet unsere Innung an. Wir hoffen auf Nachahmer", sagte Ripperger. Als Zielgruppe nennt er gute Realschüler und Gymnasiumsabbrecher. Möglich ist die Verkürzung der Ausbildung, laut Berufsbildungsgesetz, bei überdurchschittlicher Leistung. Die wird im Einzelfall geprüft.

Alexander Bley

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Musik ist sein Leben. So manch einer kokettiert mit diesem Spruch, der am Ende des Öfteren doch nur eine Floskel bleibt. Dies freilich gilt nicht für Wolfgang Langner.

22.10.2014

Von Jens Rosenkranz.Altenburg. Geplatzte Gebäudeverkäufe sind meist unerquicklich. Der Verkäufer wird seine Immobilie nicht los, kann außerdem das erhoffte Geld in den Wind schreiben und beim neuen Eigentümer platzen Träume.

22.10.2014

Mit Ensemblekonzerten, einem Sommerfest und dem Konzert der Musikschul-Band hat die Musikschule "Johann Ludwig Krebs" ihren 60. Geburtstag in diesem Jahr schon ausgiebig gefeiert.

20.10.2014
Anzeige