Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Altenburg Altenburger schlemmen beim ersten Streetfood-Festival
Region Altenburg Altenburger schlemmen beim ersten Streetfood-Festival
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:16 17.07.2017
Kleine Häppchen machen beim ersten „Summerbreeze“ auf dem Gelände der Altenburger Destillerie & Liqueeurfabrik Lust aufs Schlemmen. Quelle: Mario Jahn
Anzeige
Altenburg

Wer zum ersten Streetfood-Festival in der Skatstadt kam, der brauchte zwei Dinge: einen leeren Magen und eine volle Geldbörse. Denn bei all den kulinarischen Köstlichkeiten, die an diesem Wochenende auf dem Firmengelände der Altenburger Destillerie & Liqueurfabrik angeboten wurden, musste man sich beinahe schämen, wenn man nur zwei oder drei Gerichte verdrückte.

„Summerbreeze“ - Sommerbrise – nannte sich die von den örtlichen Alkohol-Spezialisten organisierte Veranstaltung, die beinahe ein kleiner Flop zu werden drohte. Denn bis zum Nachmittag hielt sich der Besucherstrom noch in Grenzen. Auch Michael Brandt, hauptverantwortlicher Organisator und Eventmanager der Destillerie, machte sich anfangs Sorgen. Die aber verflogen spätestens, als am frühen Abend weitere Bänke aufgestellt werden mussten, weil es immer voller wurde.

Doch was ist eigentlich „Streetfood“? „Essen aus einem rollenden Fahrzeug, das nicht alltäglich, sondern unkonventionell ist.“ So beschreibt es Maximilian Müller, der vor einem Jahr „My Hot Bag“ gegründet hat. Der Altenburger versorgt die Kunden an seinem Truck mit frisch gebackenen Teigtaschen und – Achtung: Geheimtipp – frittierten Schokoriegeln.

Ansonsten wurde das erste Summerbreeze seinem Namen vollends gerecht – zumindest, wenn man unter einer Sommerbrise den Geruch von Gegrilltem versteht. Denn was dominierte, war vor allem Fleisch in diversen Variationen. Am beliebtesten: Hamburger. Die gab es wahlweise traditionell mit Rind oder, wie bei „Fisch Art Street Food“, mit Garnelen und Speck. Das Berliner Unternehmen besteht seit zwei Jahren und ist bereits mit 13 mobilen Ständen europaweit vertreten. Zudem konnte man sich an Fisch sowie an Mutzbraten mit Barbecue-Note ergötzen. Oder am Foodtruck von Patrick Kroll, der extra aus Baden Baden angereist war. Der ehemalige Küchenchef eines Fünf-Sterne-Restaurants betreibt gemeinsam mit seinem Bruder seit 1. Juli den mobilen Imbiss „Krollinger’s“ und versorgt die Kundschaft mit Duroc-Schweinefleisch und Almochsen-Flanke, die er 27 Stunden auf niedriger Temperatur garen lässt. Für ihn zeichnet sich Streetfood durch „außergewöhnliche Gerichte, Frische und, am wichtigsten, Nachhaltigkeit aus“. Deshalb nutzt Kroll nur Zutaten aus einem Umkreis von 50 Kilometern sowie Besteck und Verpackungen aus biologisch abbaubarem Plastik.

Noch bis in die späten Abendstunden wurde am Anger geschlemmt und zur Musik von DJ Boofinger und Goulash Music gefeiert. Michael Brandt zeigte sich zufrieden: „In Ostdeutschland ist Streetfood noch nicht sehr weit verbreitet. Wir hoffen, die Szene mit diesem Festival in unserer Region populärer machen zu können.“ Das „Summerbreeze“ sei vor allem ein Liebhaberprojekt gewesen, „deshalb freue ich mich auch, dass die Altenburger es so gut annehmen. Wir sind zuversichtlich, dass das Summerbreeze im nächsten Jahr in die zweite Runde geht. Dann werden wir es wahrscheinlich auf den Marktplatz verlegen.“

Das erste Summerbreeze hat noch bis Sonntag, 17 Uhr geöffnet. Adresse: Am Anger 1-2, Altenburg

Von Christian Neffe

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Lebendiges Dorf: Die Bauarbeiten am Herrenhaus auf dem Burgberg in Posterstein schreiten zügig voran. Wenn alles nach Zeitplan läuft ist das Großprojekt Ende 2018 fertig für Bewohner, Gewerbetreibende und Touristen.

27.04.2018

Ralf Neumann, Eigentümer des „Drogenhauses“ in der Baderei, geht Ende Juli in den Ruhestand. Die mehr als 200 Jahre alten Räumlichkeiten verkauft er an ein anderes, traditionsreiches Unternehmen aus der Skatstadt: die Altenburger Destillerie & Liquerfabrik.

18.07.2017

Die Einwohner des Altenburger Landes glauben an den Bund fürs Leben. Nur 1,9 Scheidungen gab es pro 1000 Einwohner in den Jahren 2011 bis 2015. In anderen Landkreisen in Thüringen sind die Quoten deutlich höher.

15.07.2017
Anzeige