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Busfahrer weist Vorwürfe zu Vorfall in Lucka teilweise zurück

Beschwerde Busfahrer weist Vorwürfe zu Vorfall in Lucka teilweise zurück

Der Beschwerdebrief zweier Brüder über das angebliche Fehlverhalten eines Busfahrers in Lucka sorgte bei der Thüsac und dem Nachauftragnehmer für Wirbel. Ein Teil der Vorwürfe, die die beiden erhoben hatten, wies der Fahrer zurück oder sie stellten sich als unbegründet heraus. Laut Thüsac hätten die Beschwerdeführer durch ihr Verhalten mehrfach gegen das Gesetz verstoßen.

Weil der Busplatz in Lucka zeitweise nicht angefahren werden konnte, gab es im Bischofsweg Ersatzhaltestellen.

Quelle: Privat

Lucka. Für einigen Wirbel hatte die Beschwerde zweier Brüder aus dem sächsischen Groitzsch über das Verhalten eines Busfahrers bei der Thüsac und der Firma Richter Reisen, einem Nachauftragnehmer der Personennahverkehrsgesellschaft, gesorgt. Besagter Fahrer war am Nachmittag das 15. Oktober auf der Linie 416 im Auftrag der Thüsac von Altenburg über Meuselwitz nach Lucka unterwegs.

In Lucka, so der Vorwurf der Brüder, die zur Thüringer Bahn Initiative, einer privaten Initiative, gehören, soll er die vier im Bus sitzenden Fahrgäste nicht an der Endhaltestelle, sondern 150 Meter dahinter, an der Ecke Bischofsweg/Clara-Zetkin-Straße, abgesetzt haben.

„Weil zu diesem Zeitpunkt der Busplatz wegen Straßenbauarbeiten nicht nutzbar war, gab es im Bischofsweg Ersatzhaltestellen. Nach Absprache mit den Fahrgästen hat der Busfahrer erst dahinter angehalten. Das hat dieser uns bei der Auswertung der Beschwerde bestätigt“, sagte Bernd Remus, Betriebsleiter bei der Thüsac, in einem Gespräch mit der OVZ. Es sei in Ausnahmefällen nicht verboten, die Fahrgäste außerhalb einer Haltestelle aussteigen zu lassen. Die beiden aus dem Groitzscher Ortsteil Großstolpen stammenden Männer hatten in ihrem Beschwerdebrief, der der Thüsac und der OVZ vorliegt, etwas anderes behauptet. Remus verwies aber auch darauf, dass der Fahrer bei einem Halt außerhalb der Haltestelle stets die Sicherheit der Fahrgäste im Blick haben müsse.

Die Firma Richter Reisen, die bereits seit 1992 als Nachauftragnehmer für die Thüsac Fahrgäste auf verschiedenen Linien befördert, war von der Beschwerde zeitnah informiert worden. Obwohl der beschuldige Fahrer in der vergangenen Woche Urlaub hatte, sei dort schnell reagiert worden. Es sei Kontakt zu ihm aufgenommen und die Beschwerde ausgewertet worden. Der als besonnen und ruhig bekannte Mann habe den Vorwurf, den Bus mit offener Tür stehen gelassen zu haben, um beim Bäcker einzukaufen, als falsch zurückgewiesen. Er sei zwar tatsächlich einkaufen gewesen. In dieser Zeit sei der Bus verschlossen gewesen. Die Tür des Busses habe er nur kurz offen gelassen, um einen Behälter mit Müll in einem Papierkorb auf der anderen Straßenseite zu entsorgen.

Als er weiterfahren wollte, hätten ihn die beiden Brüder, in dem sie sich vor den Bus stellten, daran hindern wollen. Um sie aufzufordern, die Straße zu verlassen, sei der Busfahrer ausgestiegen und schnellen Schrittes auf die beiden Männer zugegangen. Dabei hätten sie ihn und den Bus fotografiert. „Im Gespräch mit uns hat der Fahrer eingeräumt, dass er einen der beiden Brüder am Arm gesteift hat. Er bedauert sehr, dass er so überreagiert hat“, erklärt Remus. Inzwischen hätte sich das Busunternehmen und der Fahrer dafür bei den beiden Sachsen entschuldigt.

Remus machte weiterhin deutlich, dass sich die beiden Herren bei ihrem Vorgehen in Lucka gleich mehrfach gesetzeswidrig verhalten hätten. Da kämen Nötigung, Eingriff in den Straßenverkehr und die Verletzung der Persönlichkeitsrechte des Busfahrers zusammen.

Mit der Auswertung der Beschwerde und der Entschuldigung bei den beiden Brüder ist das Problem für die Thüsac geklärt.

Von Marlies Neumann

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