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Altenburg Busflotte der Thüsac kommt immer mehr in die Jahre
Region Altenburg Busflotte der Thüsac kommt immer mehr in die Jahre
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20:04 27.08.2012
Thüsac-Techniker Michael Gosc spannt den Keilriemen an einem MAN-Bus. Weil der Fahrzeugbestand immer älter wird, erhöht sich auch der Reparatur-Aufwand.

"Das Durchschnittsalter der Busse im Altenburger Land beträgt acht Jahre", erklärt Thüsac-Geschäftsführer Stephan Bog der OVZ auf Anfrage. Die normale Nutzungsdauer wären acht bis zehn Jahre. Bei der Thüsac gibt es aber auch ältere Fahrzeuge, die bereits bis zu 16 Jahre auf der thüringischen Seite des länderübergreifenden Unternehmens im Einsatz sind.

Ganz so dramatisch wie in Sachsen, wo veränderte Förderrichtlinien den Busunternehmen zu schaffen machen, ist die Lage in Thüringen aber nicht. Im Landkreis Leipzig sind die Fahrzeuge im Durchschnitt 8,5 Jahre alt. Aufgrund der Investitionsprognose steigt dieses Alter jährlich um ein weiteres Jahr an, sagt Bog. 38 Busse hat die Thüsac in Sachsen im Einsatz, der älteste ist 19.

"Es ist ein generelles Problem des öffentlichen Personennahverkehrs", erklärt Bog. "Thüringen fördert die Neuanschaffung bei Bussen zwar gut, aber wie in anderen Bundesländern auch sind nicht genügend Mittel da." Deshalb reichen die Neuanschaffungen des Unternehmens - in diesem Jahr sind es vier Busse in Thüringen und zwei in Sachsen - nicht aus, um die Busflotte zu verjüngen. Um Fahrzeuge nicht älter als zwölf Jahre werden zu lassen, müssten laut Bog mindestens acht Busse pro Jahr neu angeschafft werden. "Das ist finanziell nicht machbar", betont der Geschäftsführer. Ein Bus kostet zwischen 230 000 und 240 000 Euro, das Land Thüringen fördert maximal 90 000 Euro pro Fahrzeug.

Das Problem an alten Bussen sind vor allem die erhöhten Instandsetzungskosten. Diese steigen mit zunehmendem Alter der Busse. "Die Erfahrungswerte haben uns gezeigt, dass die Grundinstandsetzung langfristig teurer wird als Neuanschaffungen", so Bog. Trotzdem: Eine geringe Investitionsquote und steigende Betriebsausgaben führen laut Bog nicht automatisch zu höheren Fahrpreisen oder ausgedünnten Fahrplänen. "Stabile Verkehrsverbindungen zu moderaten Preisen können wir auch in den nächsten Jahren anbieten", sagt er. Dazu trägt auch bei, dass sich die Thüsac schon seit Längerem auf demographische Veränderungen und Nutzungsgewohnheiten einstellt, etwa bei der Anschaffung kleinerer Fahrzeuge. "Das entscheiden wir aber von Jahr zu Jahr", sagt Bog. Über die Sicherheit müssen sich Fahrgäste auch bei älteren Bussen keine Sorgen machen: "Die ist gewährleistet." jh/ES

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