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Altenburg CDU-Forderung: Barbarossa-Festspiele erst 2015
Region Altenburg CDU-Forderung: Barbarossa-Festspiele erst 2015
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20:33 17.07.2012

Ein entsprechender Antrag des Oberbürgermeisters steht morgen auf der Tagesordnung der Stadtratssitzung.

Sieben Mal hätten die Prinzenraub-Festspiele "mit massiven Zuschüssen aus dem Stadthaushalt" stattgefunden, die zu einem mitteldeutschen Event ausgebaut werden sollten, erinnert die CDU in einer Presseerklärung. Immer wieder habe die Union hinterfragt, ob Aufwand und Nutzen tatsächlich in einem sinnvollen Verhältnis stehen. "Lasst uns nun für klare Verhältnisse sorgen und die Festspiele ab 2015 unter dem Markenzeichen von Kaiser Barbarossa weiterführen. Mit Barbarossa kann die Marke so weiterentwickelt werden, dass Altenburg sich als mitteldeutscher Festspielort dauerhaft etabliert", fordert Neumann.

Es sei immer Ziel der CDU gewesen, die Festspiele zu erhalten und sie auf eine neue und gesunde Basis zu stellen. Nun solle geprüft werden, inwieweit der Veranstalter auch eine eigenständige Gesellschaft sein könnte, die nach privatwirtschaftlichen Regeln geführt wird. Wer ein tragfähiges Konzept habe, werde dafür auch private Investoren finden, heißt es in der Presseerklärung. Eine private Gesellschaft könne endlich auch dafür sorgen, dass sich Sponsoren mit ihren werblichen Zielen wiederfinden. Zudem müsse auch die Vermarktung der Festspiele professionell gestaltet werden. "Auch kann ich mir vorstellen, die Theatersommerpause zu verschieben und das Stück Barbarossa durch das Theater auf dem Schloss aufführen zu lassen."

Als unverantwortlich bezeichnet der CDU-Chef die Äußerungen von Peter Müller und Pro Altenburg zur Zukunft der Barbarossa-Festspiele (OVZ berichtete). Die von ihm ins Spiel gebrachte Verschiebung der Entscheidung auf der morgigen Stadtratssitzung bringe keine Änderung der Verhältnisse. Darüber hinaus spiele Müller mit den Sorgen und Ängsten der Prinzenräuber.

Kritik bekommt auch Michael Wolf. "Der Oberbürgermeister hat es erneut nicht fertiggebracht, einen Vorgang transparent zu gestalten und die Prinzenräuber, die Bürger und die Stadträte frühzeitig einzubinden. Insofern hätten bereits im Vorfeld die jetzt auftretenden Spannungen vermieden werden können", rügt Neumann.

Bedauerlich sei in dem Zusammenhang auch, dass jetzt die geplante Spalatin-Ausstellung und die Barbarossa-Festspiele gegeneinander ausgespielt werden sollen. Wobei auch hier Peter Müller mit gezinkten Karten spiele. Er mische Zahlen über Eigenanteile und Fördermittel wild durcheinander. Zudem habe er selbst noch als CDU-Fraktionschef daran mitgewirkt, den Oberbürgermeister zu beauftragen, entsprechende Fördermittel im Rahmen der Lutherdekade zu beantragen. "Insofern sollte die Zustimmung zur Spalatin-Ausstellung auch nicht zur Disposition stehen", so Neumann.

Altenburg brauche hochwertige kulturelle Veranstaltungen, die seinen Ruf als Kulturstadt stärken. Diese Veranstaltungen bedürfen einer Vorlaufzeit, um die notwendige Qualität zu erreichen. "Somit ist die Verschiebung der Barbarossa-Festspiele auf das Jahr 2015, den 825. Todestag von Kaiser Friedrich I. Barbarossa, sinnvoll. Stückwerk gab es in Altenburg schon genug."

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