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Altenburg CDU will stärkste Kraft im Kreis bleiben
Region Altenburg CDU will stärkste Kraft im Kreis bleiben
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20:10 01.12.2013

Der 53-Jährige stimmte die 51 Anwesenden auf die Kommunal- und Landtags-Wahlen im kommenden Jahr ein und steckte einige Ziele ab.

"Die CDU im Kreis ist gut aufgestellt, um den anderen Parteien Paroli bieten zu können", schätzte der Vorsitzende ein. Dennoch werden sowohl die Landtags- als auch die Kommunalwahl nicht einfach, unter anderem auch deswegen, weil es viele Mitbewerber gibt. Ziel müsse sein, dass die Union erneut stärkste Kraft im Kreistag wird. Melzer wies Vorwürfe zurück, wonach die Union im Kreistag alles blockiere, was aus der Verwaltung kommt - aus Ärger, weil man die Landratswahl verloren hat. Fakt sei, dass alle Ausschüsse durch CDU-Mitglieder geleitet werden. Dort sei bewiesen worden, dass der Kreis 2013 handlungsfähig war. So wie es 2014 wieder sein werde.

In seiner Rede ging Melzer auf die Themen Bildung und Gebietsreform ein. Er sprach sich für die Beibehaltung eines mehrgliedrigen Schulsystems aus und forderte, dass Schluss sein müsse mit Experimenten. Der Leistungsgedanke und die dazugehörigen Zensuren müssten beibehalten werden. "Wer der Beste ist, soll die beste Note bekommen." Auch sei es für Leistungsschwächere keine Schande, ein Schuljahr notfalls zu wiederholen.

Der Kreisvorsitzende erteilte Plänen eine Abfuhr, Gemeinden eine Mindestgröße von 12 000 Einwohnern zu verpassen. So etwas sei lebensfremd, sagte er. Sicherlich müsse es Mindestgrößen gebe. Die Grenze von 3000 Einwohnern dürfte nicht unterschritten werden. Ziel müsse aber sein, dass es für die kommunale Selbstverwaltung, vor allem auf dem Land, Alternativen gibt. Für ihn seien sowohl Einheitsgemeinden als auch Verwaltungsgemeinschaften zukunftsfähig.

Melzer forderte, dass man bei der Wahl des Landtagskandidaten für den Wahlkreis 43 nicht mehr viel Zeit verlieren dürfe - eine Meinung, die auch Schmöllns Ortsvereinschef Horst Lorenz unterstrich. Beide wiesen daraufhin, dass der Bewerber Zeit brauche, um bei den Menschen Bekanntheit zu erlangen. Bislang haben die Christdemokraten mit Christoph Zippel aus Altenburg erst einen Bewerber für den Wahlkreis 44 nominiert. Im Wahlkreis 43 hat die Schmöllnerin Simone Schulze ihre Kandidatur angekündigt. Möglicherweise bekommt sie aus dem Raum Meuselwitz noch Konkurrenz.

Ein Problem des kommenden Wahlkampfes sprach Altenburgs Ortsvereinsvorsitzender André Neumann an. In der Union gebe es offenbar die Meinung, dass die Bewerber ihren Wahlkampf aus der eigenen Tasche finanzieren sollten. "Diese Meinung teile ich nicht", sagte Neumann. Schließlich stehe auf den Plakaten das Kürzel CDU, weshalb die Partei sich auch an den Kosten beteiligen sollte. Neumann kündigte an, dass die Union der Kreisstadt zur Stadtratswahl 2014 mit 36 Bewerber antreten und damit die komplette Liste füllen wird. 2004 waren es nur 24 Kandidaten. Als Ziel gab Neumann aus, mindestens zweitstärkste Fraktion zu werden.

© Kommentar

Jens Rosenkranz

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