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Altenburg Chancen im Handwerk so gut wie lange nicht
Region Altenburg Chancen im Handwerk so gut wie lange nicht
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13:27 29.09.2011
Auch acht Friseurinnen erhalten im Bachsaal ihren Gesellenbrief, im Beisein von Innungsobermeisterin Sissy Exner (r.).

Ihren Gesellenbrief erhielten acht Friseure, drei Hochbaufachwerker, vier Lackierer, neun Maler, zwei Tischler und ein Zimmerer. Ein angehender Holzbearbeiter schaffte die Prüfungen nicht und fiel durch.

"Der mit Abstand größte Lebensabschnitt steht nun bevor, die Berufstätigkeit", sagte der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Wilfried Krys. Die Chancen, in einem Handwerksunternehmen nun eine feste Anstellung zu finden, stünden sehr gut. "Fachkräfte werden bekanntlich derzeit händeringend gesucht", so Krys. Ob diese sich bietende Chance allerdings alle der frischgebackenen Gesellen verinnerlicht haben, vermochte er angesichts der gezeigten Leistungen eher nicht zu sagen. Denn der Notendurchschnitt aller jetzt fertig gewordenen Azubis lag in der Theorie bei 3,43 und in der Praxis bei 2,54. Mit Ausnahme zweier Absolventen, die mit "Gut" abschlossen sowie dem Durchfaller wurden durchweg nur befriedigende bis ausreichende Leistungen gezeigt, sprich wurde mit der Note Drei oder Vier abgeschlossen. "Wie ausreichend so ein ,Ausreichend' sein wird, muss sich zeigen, wie befriedigend ein ,Befriedigend' für Sie ist, müssen Sie selber wissen", sprach Krys die von Kreisobermeister Thomas Moewes freigesprochenen Gesellen direkt an.

Auf jeden Fall biete das Handwerk attraktive Chancen eines beruflichen Aufstiegs. Mit Sissy Exner hat dies eine junge Innungsobermeisterin schon vorgelebt. Die Chefin der Innung der Friseure und Kosmetiker gratulierte den acht Absolventinnen ihres Berufsstandes natürlich wie alle anderen Innungsobermeister besonders herzlich. Noch vor neun Jahren stand die junge Frau auf der Seite, auf der Dienstagabend die acht freigesprochenen Damen standen. "Ja, danach ging alles ziemlich rasant. Aber das war auch ein gehöriges Stück Arbeit", zeigte sich Sissy Exner fast ein wenig überrascht, als sie sich erinnerte, was sie alles in dieser kurzen Zeit erreicht hat: Unmittelbar nach dem Ende der Lehre mit einem Notendurchschnitt von 1,0 absolvierte sie ihre Meisterausbildung. Heute führt sie mit ihrem Mann das Familiengeschäft und steht zudem der Innung vor. "Ist schon ein wenig verrückt, aber könnte auch ein Beispiel für die jungen Leute sein, was alles möglich ist, wenn man sich dahinterklemmt", meinte die zweifache Mutti.

Wer noch auf der Suche nach einer Lehrausbildung ist, hat beim Handwerk beste Chancen. André Kühne, Sprecher der Handwerkskammer Ostthüringen, teilte am Rande der Freisprechung mit, dass es allein in Ostthüringen derzeit 150 offene Ausbildungsplätze in kleinen und mittelständischen Handwerksunternehmen aller Branchen gebe. Jörg Wolf

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