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Altenburg Chemnitzer New Generation eröffnet in Altenburg Jugendclub
Region Altenburg Chemnitzer New Generation eröffnet in Altenburg Jugendclub
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00:27 18.03.2018
Kurz vor der Eröffnung ihres Jugendclubs legen Marelyn und Dirk Strobel vom christlichen Verein New Generation letzte Hand an. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Mit einer Eröffnungsparty startet heute der neue Jugend- beziehungsweise Teenagerclub des Vereins New Generation. Ab 15 Uhr können interessierte Jugendliche das frisch sanierte Haus Johannisgraben 3a und die Räume im Keller für sich in Beschlag nehmen. Von da an öffnet der in Chemnitz ansässige Verein immer donnerstags und freitags zwischen 15 und 20 Uhr die Türen des Clubs in Altenburg. Angesprochen fühlen sollen sich in erster Linie Jugendliche im Alter von 14 bis 20 Jahren.

Coole Erwachsene als Freunde

Es soll ein Raum sein, in dem sich junge Leute begegnen und zurückziehen können. „Wir wollen denen nichts überstülpen. Wenn etwa die jungen Leute gern Tischkicker spielen wollen, dann schaffen wir einen an“, beschreibt Vereinschef und Initiator Tilo Reichold das Konzept. Dieses sei überhaupt geprägt von einem Miteinander.

Zwar gebe es auch Leute vom Verein, die extra von Chemnitz nach Altenburg pendeln, um den Club zu betreuen und ein waches Auge auf die Besucher zu haben. Doch die Mädchen und Jungen sollen das nicht als Aufsicht wahrnehmen, sondern als Freundschaft. Untereinander und zu den Mitarbeitern, die mit 20 bis 30 Jahren kaum älter als die Gäste sind. „Wir wissen von unseren anderen Standorten, dass es Kinder und Jugendliche auch mögen, mit coolen Erwachsenen befreundet zu sein“, so der 49-Jährige.

Neben einer Dartsscheibe, einer Tischtennisplatte und dem Clubraum im Keller, wo es Verpflegung und Musik gibt, erwartet die jungen Leute zu den regulären Öffnungszeiten fürs Erste vor allem Gespräche und Geselligkeit. „Wohin sich die Angebote letztlich entwickeln, wird sich zeigen. Das hängt eben auch davon ab, was gewünscht ist.“ Doch Reichold, der in Chemnitz auch für eine Bibelschule Verantwortung trägt, stellt klar: „Es ist von uns nicht gewollt, dass in den Clubs missioniert wird.“ Das Christliche spiegle sich eher in Haltung und Einstellung der Mitarbeiter wider.

Hunderttausende Euro ausschließlich über Spenden

Nach eigenen Angaben gehört der Verein zum Netzwerk Christlicher Verein Junger Menschen (CVJM) und unterhält in Chemnitz in einem alten Kino einen Jugendclub, ebenso im sächsischen Lichtenstein und nun auch in Altenburg. Rund eine Million Euro, davon 350 000 Euro Eigenanteil, investierte der Verein in das Gebäude im Johannisgraben. Und noch sei auch nicht alles fertig. Zum Beispiel fehlt noch einiges an Ausstattung im Saal im ersten Obergeschoss, in dem eine Art Disko für regelmäßige Tanzveranstaltungen entstehen soll. Auch die zwei Wohnungen darüber sind noch nicht bezugsfertig.

Finanziert wird der Verein, so Tilo Reichold, ausschließlich über Spenden. In 21 Jahren sei ein deutschlandweites Netz gewachsen, mit vielen Menschen, die regelmäßig spenden. Es gebe nicht wenige, gerade ältere Leute, die von der Idee und der Arbeit des Vereins überzeugt sind und ihn unterstützen, so Reichold kürzlich gegenüber OB Michael Wolf (SPD).

Auf OVZ-Nachfrage sagt New-Generation-Gründer Reichold, dass natürlich 80 Prozent der Geldgeber in der näheren Region zu finden seien. Aber mit deutschlandweiten Aktionen, etwa Tourneen der New-Generation-Band-Projekte, werden die Menschen und vor allem deren Herzen erreicht. Offensichtlich mehr als erfolgreich, denn wie Tilo Reichold informiert, brauche der Verein, der neben zahlreichen ehrenamtlichen Helfern auch festangestellte Mitarbeiter beschäftigt, allein für die laufenden Ausgaben jeden Monat eine fünfstellige Summe. Dazu kommen Investitionen wie in Altenburg.

Werbung auf der Straße

Ungewöhnliche Schritte beging der Verein auch, um in Altenburg unter den Jugendlichen auf sich aufmerksam zu machen. „Einladungen und Flyer haben unsere Leute in Altenburg auf der Straße verteilt, in dem sie die Jugendlichen einfach angesprochen haben“, sagt Reichold der OVZ.

Von Jörg Reuter

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