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Chip im Pelz und Versicherung - Neues Tier-Gesetz betrifft allein in Altenburg Halter von 1500 Hunden

Chip im Pelz und Versicherung - Neues Tier-Gesetz betrifft allein in Altenburg Halter von 1500 Hunden

Gestern ist ein Gesetz in Kraft getreten, das weitreichende Folgen für Thüringer und damit auch Hundehalter im Altenburger Land hat. Besonders betroffen sind Besitzer von sogenannten Kampfhunden.

Altenburg . Als Kampfhunde gelten Pitbull-Terrier, American Staffordshire-Terrier, Staffordshire-Bullterrier, Bullterrier sowie deren Kreuzungen untereinander oder mit anderen Hunden. Im Altenburger Stadtgebiet sind rund 1500 Hunde angemeldet, 18 von ihnen gelten im Sinne des neuen Gesetzes als gefährlich.

Das Gesetz schreibt allen Hundehaltern in Thüringen vor, ihren Tieren zur Identifikation einen Chip nach einem bestimmten Standard einpflanzen zu lassen. Weiterhin ist jeder Halter eines Hundes verpflichtet, eine Haftpflichtversicherung mit einer Mindestversicherungssumme von 500 000 Euro für Personenschäden und 250 000 Euro für sonstige Schäden abzuschließen, teilte die Stadtverwaltung mit.

Bis zum 1. März 2012 sind der Abschluss der Versicherung und die Implantation des Chips durch einen autorisierten Tierarzt der Stadtverwaltung Altenburg nachzuweisen. Zuständig ist die Ordnungsbehörde im Gebäude Neustadt 7. Als Nachweis sind folgende Informationen zu übergeben: Geschlecht und - soweit feststellbar - das Geburtsdatum des Hundes, Kennnummer des Transponders, die Rasse - soweit feststellbar, ansonsten Angaben zur Kreuzung - das Aussehen des Hundes, der Beginn der Hundehaltung, Name, Geburtsdatum und Anschrift des Halters sowie eine Kopie des Vertrages über die Haftpflichtversicherung. Diese Daten dienen der Erstellung eines Thüringer Hunderegisters.

Für die Haltung gefährlicher Tiere sind im Gesetz zusätzliche Voraussetzungen verankert. So gilt grundsätzlich eine sogenannte Erlaubnispflicht. Wer diese bisher noch nicht besitzt, muss sie innerhalb eines Monats bei der Ordnungsbehörde beantragen. Neben den allgemeinen Pflichten, die für alle Hundehalter gelten, muss der Antragsteller die notwendige Zuverlässigkeit besitzen und einen Sachkundenachweis ablegen. Im Einzelfall muss das Tier einen Wesenstest absolvieren und nach Eintritt der Geschlechtsreife unfruchtbar gemacht werden.

Darüber hinaus sind Kampfhunde beim Ausführen von einer aufsichtsfähigen Person an einer maximal zwei Meter langen Leine und mit Maulkorb zu führen. Die Benutzung nicht eingezäunter Hundewiesen ist verboten. Und angeschafft werden dürfen gefährliche Hunde ohnehin nur dann, wenn nachgewiesen wird, dass der wissenschaftliche oder berufliche Bedarf nicht durch Hunde anderer Rassen angemessen befriedigt werden kann. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, gilt die Erlaubnispflicht gleichermaßen für Halter anderer gefährlicher Tiere. Zusätzlich muss der Besitzer nachweisen, dass zum Beispiel bei Giftschlangen geeignete Gegenmittel und entsprechende Behandlungsempfehlungen bereitgehalten werden.

Auf der Internetseite des Thüringer Innenministeriums steht ein umfangreicher Frage-Antwort-Katalog zu dem Thema. Dort kann auch die vorläufige Liste gefährlicher Tiere eingesehen werden.

Abgerufen werden können diese Informationen unter http://www.thueringen.de/de/tim/schwerpunkte/tiergefahren. Weitere Informationen sowie Anträge stehen auf der Homepage der Stadt Altenburg unter www.stadt-altenburg.eu unter dem Menüpunkt "Rat und Verwaltung", Untermenü "Stadtverwaltung", Navigationsebene "Ordnungswesen". Anfragen nimmt aber auch die zuständige Behörde unter % 03447 594340, per Fax unter 03447 594349 sowie per Mail an ordnungsamt@stadt-altenburg.de entgegen.

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