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Altenburg Christian Horn ist neuer Altenburger Schloss- und Kulturdirektor
Region Altenburg Christian Horn ist neuer Altenburger Schloss- und Kulturdirektor
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13:51 18.03.2016
Der neue Schloss- und Kulturdirektor Christian Horn. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Respekt vor dem Erreichten soll er haben, aber dennoch für frischen Wind sorgen – der neue Altenburger Schloss- und Kulturdirektor Christian Horn. Das will er gern erfüllen, hat der Leipziger am Donnerstagabend dem Stadtrat versprochen, der ihn erwartungsgemäß für eine gute Wahl hielt. Die Entscheidung für seine Einstellung fiel sogar einstimmig aus.

Horn, zurzeit noch als Direktionsreferent der Deutschen Nationalbibliothek in der Messestadt tätig, hatte sich gegen
42 Mitbewerber durchgesetzt und war von einer siebenköpfigen Bewertungskommission ebenfalls einstimmig für diesen Posten auserkoren worden (die OVZ berichtete). Die letzte „Hürde“ für die Unterzeichnung eines auf vier Jahre befristeten Arbeitsvertrags war die Stadtratsentscheidung. Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) hofft nun auf einen Arbeitsbeginn am 1. Juni, spätestens aber am 1. Juli. Die städtischen Kultureinrichtungen können nach Ansicht von Wolf eine weitaus größere Nutzung und auch deutlich mehr Besucher vertragen. Dafür brauche es neue Initiativen und Denkweisen sowie frische Ideen. Deshalb hat die Stadt die Stelle eines Schloss- und Kulturdirektors geschaffen. „Damit beginnt jetzt eine neue Ära für die Profilierung des Schlosses und der Kultur der Stadt Altenburg insgesamt“, so der OB.

Horn hat an der Freien Universität Berlin im Hauptfach Theaterwissenschaft studiert. Die Promotion schloss er 2003 mit Auszeichnung (summa cum laude) ab. Zu seinen beruflichen Stationen gehörten Tätigkeiten als Programmkoordinator beim Goethe-Institut in Toronto (Kanada) und als Ressortleiter beim Bibliographischen Institut Leipzig (Brockhaus Verlag). Er verfügt über eine 16-jährige Berufserfahrung sowohl in der Privatwirtschaft und der Wissenschaft als auch im Ausland. Christian Horn ist ledig und hat eine fünfjährige Tochter.

Der 43-Jährige bezeichnete am Donnerstag vor der Presse das kulturelle Spektrum der Stadt Altenburg als enorm. Selbst für weit größere Städte wäre es noch beeindruckend. „Außerdem liegen alle wichtigen Objekte eng beieinander und sind zu Fuß zu erreichen.“ Ein Pfund, mit dem der neue Schloss- und Kulturdirektor wuchern möchte. Noch sei er allerdings ein „Trockenschwimmer“ und könne vor Dienstantritt in der Öffentlichkeit noch nicht mit konkreten Plänen und Vorhaben aufwarten, bat der die Stadträte im Verständnis. Erst müsse er ja mit seinen neuen Mitarbeitern sprechen. Drei Monate werde er für Workshops und die Sondierung brauchen. Danach werde er verstärkt in die Öffentlichkeit gehen.

Christian Horn will auf jeden Fall einen Zweitwohnsitz in Altenburg nehmen, weil er einerseits familiär in Leipzig gebunden sei, ein tägliches Pendeln aber für unrealistisch hält. Eine andere „Voraussetzung“ für sein Altenburg-Engagement bringt er jetzt schon mit: Er kann Skat spielen. „Mitunter sogar exzessiv“, bekennt er.

Von Ellen Paul

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