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Altenburg Christian Repkewitz leitet Büro von Altenburgs OB André Neumann
Region Altenburg Christian Repkewitz leitet Büro von Altenburgs OB André Neumann
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19:45 11.07.2018
Der frühere persönliche Referent von Ex-OB Michael Wolf (SPD), Christian Repkewitz, leitet jetzt das Büro des neuen Oberbürgermeisters André Neumann (SPD). Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

In Sachen Personalien legt Altenburgs Oberbürgermeister André Neumann (CDU) ordentlich Tempo vor. Keine zwei Wochen ist der Amtsantritt des 40-Jährigen her, schon gibt es die dritte durchaus überraschende Personalentscheidung. Nachdem Neumann bereits Marcel Schmidt als persönlichen Referenten vorstellte und dessen Vorgängerin Katharina Schenk zum 1. August zur City-Managerin macht, holt er nun wiederum deren Vorgänger Christian Repkewitz an seine Seite.

Für Neumann zählt nur persönliche Eignung

Wie Neumann am Mittwoch auf OVZ-Nachfrage bestätigte, leitet Repkewitz seit 1. Juli das OB-Büro. Seine Tätigkeit umfasst dabei unter anderem die Stadtratsangelegenheiten, weswegen er dies den Volksvertretern am Rande der Sondersitzung des Gremiums in der Vorwoche bekanntgab. Zu den Aufgaben des 38-jährigen gehört auch die Leitung der Arbeitsgemeinschaft Erinnerungskultur, die der Heimatforscher und Hobby-Historiker von Schenk zurück übernimmt. Daneben kümmert sich der Verwaltungsfachwirt um die Themen kommunale Zusammenarbeit und um die Arbeit in den kommunalen Sitzenverbänden.

Dass es sich bei seinem Büroleiter um den früheren Referenten von Ex-OB Michael Wolf handelt, ist für Neumann kein Problem. „Für mich erfolgt jegliche Stellenbesetzung nach persönlicher Eignung“, sagte der Rathauschef, der zuvor Personalleiter war, dazu. Das sei bei seinem persönlichen Referenten und bei der City-Managerin so gewesen und werde auch künftig so bleiben. „Mit seiner Erfahrung und als Verwaltungsexperte ist Christian Repkewitz die ideale Besetzung.“ Er schaue bei seinen Entscheidungen im Sinne der Stadt nach vorn, weshalb für ihn das persönliche Verhältnis von Mitarbeitern zu anderen keine Rolle spiele.

Belastetes Verhältnis zu Ex-OB Wolf

Repkewitz’ Verhältnis zu Wolf gilt seit Jahren als belastet. Es erreichte seinen Tiefpunkt, als der Ex-OB im Herbst 2017 Katharina Schenk holte und unbefristet einstellte, um seinen längere Zeit erkrankten Referenten zu ersetzen und ihm neue Aufgaben innerhalb der Verwaltung zuzuweisen. Ein Umstand, der damals nicht nur im Altenburger Stadtrat hitzig diskutiert wurde und den die CDU sogar kommunalrechtlich prüfen ließ.

Bis dato war Repkewitz 17 Jahre persönlicher Referent Wolfs und zählte lange zu seinen engsten Vertrauten. Risse zwischen beiden wurden offenbar, als Repkewitz 2012 nach 13 Jahren aus der SPD austrat. Von da an zog sich der 38-Jährige aus der Kommunalpolitik zurück, die er unter anderem als Kreischef des SPD-Nachwuchses, der Jungsozialisten, und als Kreistagsmitglied mitgestaltet hatte.

Zuletzt trat er als Autor der Bücherreihe „Verblasste Spuren“ in Erscheinung, in der er Schicksale jüdischer Familien aus Altenburg dokumentierte. Für sein Engagement, auf dessen Grundlage auch das Theaterstück „Cohn Bucky Levy – der Verlust“ entstand, wurde Repkewitz mehrfach ausgezeichnet.

Von Thomas Haegeler

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