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Altenburg Christoph Mey leitet neuen Verein zur Wiederbelebung des Bismarck-Turms
Region Altenburg Christoph Mey leitet neuen Verein zur Wiederbelebung des Bismarck-Turms
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20:30 01.02.2012

Mey kam Oktober 2010 nach Altenburg und arbeitet als Geschäftsführer der Werkzeug- und Maschinenbau GmbH Altenburg. Der in Eschweiler Geborene schloss unter anderem eine Ausbildung zum Diplomvolkswirt erfolgreich ab. Außerdem studierte er in Kiel Politik, Geschichte, Nordistik und Volkskunde. Vor allem das Geschichtsstudium weckte Meys Interesse am Leben und Wirken der Familie Bismarck.

Seit 2005 gehört Christoph Mey auch dem einflussreichen Bismarck-Orden an, einem Zusammenschluss, dessen Mitgliederzahl 100 Personen nicht überschreiten darf und vom Chef des Hauses, Ferdinand Fürst von Bismarck, persönlich verliehen wird.

Der Unternehmer ist ledig sowie kinderlos und lebt seit seinem Umzug auch in Altenburg. jw

Noch vor drei Wochen, als die Initiatoren um Christoph Mey erstmals alle interessierten Bürger zu einer Vorstellung ihrer Idee eingeladen hatten, konnten sie nur acht Gäste begrüßen. "Ich war schon damals mit der Resonanz sehr zufrieden. Immerhin konnten wir uns konstituieren und mit den notwendigen Vorbereitungen für die eigentliche Vereinsgründung beginnen", erinnerte sich Mey und fügte hinzu: "Dass wir zur eigentlichen Gründung schon 20 Leute sind, stimmt uns sehr optimistisch, viele Menschen für unser Anliegen begeistern zu können."

Auch eine andere Episode zeigt dem einstimmig zum Vereinschef gewählten Vorsitzenden eindrucksvoll, dass man mit dem Anliegen quasi offene Türen einzurennen scheint: "Der Verein war noch gar nicht gegründet, als die erste Spende einging. Beim Neujahrsempfang der Stadt Altenburg steckte mir jemand die ersten zehn Euro für die Sanierung und Wiederbelebung des Turmes zu", meinte der Geschäftsmann.

Völlig unspektakulär vollzog sich am Dienstagabend im Café Volkstädt dann der eigentliche Gründungsakt mit der Wahl des neunköpfigen Vorstandes. Alle Kandidaten bekamen einstimmig das Vertrauen. Und mit 21 Gründungsmitgliedern legt der neue Verein auch sonst personell einen guten Start hin.

Mittlerweile liegt der Satzungsentwurf beim Finanzamt, damit dem Verein die zum Spendensammeln notwendige Gemeinnützigkeit zuerkannt wird.

"Noch vor Ostern wollen wir voll arbeitsfähig sein", sagte Mey, der zugleich die kurz-, mittel- sowie langfristigen Ziele des Vereins umriss. Kurzfristig soll der seit 2009 geschlossene und entsprechend ramponierte Bismarckturm wieder begehbar gemacht werden. Mittelfristig steht die Sanierung und offizielle Wiedereröffnung auf dem Plan. Dafür gibt es mit dem 2. September 2015 auch schon ein festes Datum. An diesem Tag jährt sich die Turmeinweihung zum hundertsten Mal und der Geburtstag von Bismarck sogar zum zweihundertsten Mal.

Und langfristig will der Verein nicht nur den eigentlichen Turm nebst dem umliegenden Areal aufwerten und wieder mit Leben erfüllen. "Fernziel ist, das gesamte Areal von Stadtwald und angrenzendem Großen Teich als Erholungsgebiet aufzuwerten", führte Mey aus. Die Anziehungskraft erhöhen könnten da spezielle Projekte, wie der wiederbelebte Natur-Lehrpfad oder ein Baum-Erlebnispfad.

Wer Mitglied werden möchte, kann sich vorerst bei Christoph Mey in der Lindenaustraße 24 in Altenburg melden. In circa zwei Wochen wird der Verein auch einen Internetauftritt mitsamt E-Mail-Kontakt haben.

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