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Altenburg Crowdfunding scheitert, Projekt geht weiter
Region Altenburg Crowdfunding scheitert, Projekt geht weiter
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00:39 05.07.2015
Wie im vorigen Jahr wird es morgen beim Junior-Cup wieder hoch hergehen. Quelle: Mario Jahn
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Aber mit ein bisschen Glück, neuen Partnern und etwas Optimismus bietet der zweitgrößte Verein des Kreises den Kita-Steppkes der Skatstadt auch nach dem Junior-Cup am Sonnabend in Altenburg die Chance, einmal pro Woche kostenlos Sport zu treiben.

"Wir machen in Eigenverantwortung weiter", sagt Aufbau-Chef Sten Wagner erleichtert und hellt damit die Laune im Verein nach der gescheiterten Internet-Aktion auf. Dabei hatte man nur 465 von 8900 nötigen Euro eingesammelt. Hinzu kamen 20,84 Euro aus 50 Sparschweinen, die Initiator Alexander Gründel und seine Helfer an verschiedenen Stellen in Altenburg aufgestellt hatten. Entsprechend gedrückt war der 30-Jährige nach dem Ablauf der Frist am 21. Juni. "Viel ist es nicht, was zusammengekommen ist", sagte Gründel zum Crowdfunding, bei dem über das Internet viele kleinere Beträge gegen Gutscheine eingesammelt werden sollten. "Es war ein Test, und die Leute müssen offenbar erst lernen, damit umzugehen", ergänzte Wagner. "In Leipzig ist das schon verbreiteter."

Dass der 6. Junior-Cup am Sonnabend (9.30 Uhr, Goldener Pflug) dennoch nicht den Schlussstrich unter das Kindergarten-Projekt zieht, hat Aufbau sich selbst und einigen glücklichen Umständen zu verdanken. Denn der Verein "Freude am Laufen" spendete zu den knapp 500 eingesammelten weitere 1500 Euro aus seinen hauptsächlich beim Skatstadt-Marathon reingeholten 5200 Euro. "Zudem haben wir durch den verstärkten öffentlichen Fokus zwei, drei weitere Sponsoren gefunden, die uns unterstützen wollen", so Wagner weiter. Damit seien nach den Sommerferien mindestens drei weitere Monate des Angebots gesichert. "Und ich bin optimistisch, dass wir auch für die Zeit danach noch eine Lösung finden."

Ein weiterer Grund, dass der Verein erst mal in Vorleistung geht, sind interne Umstrukturierungen. So gibt es seit Mai nur noch zwei statt drei Übungsleiter, die sich die Zeiten, zu denen die einzelnen Kitas einmal pro Woche Sport machen, zudem anders aufteilen. "Es wäre außerdem kein gutes Signal gewesen, das Projekt jetzt zu beenden", erklärt Wagner. Schließlich gebe es noch keine neue Richtlinie vom Land für geförderte Arbeitsstellen. "Wenn ich es aber jetzt beende, dann sind die Leute weg, was ich nicht rückgängig machen kann."

Ein ähnliches Problem, namentlich das Auslaufen der Bürgerarbeit, hatte das Projekt im März 2014 ins Wanken gebracht. Danach führte es Aufbau mit Unterstützung der Stadtverwaltung und freier Träger in Eigenregie weiter, was bislang allerdings nur bis Sonnabend finanziert war. Nun können die Steppkes der Skatstadt auch über den Junior-Cup hinaus weiter an ihren Fähigkeiten im Sprint, Klettern, Hindernislauf, Schlusssprung, Ballzielwerfen, Kipphängen und Ballfangen üben. Vorerst zumindest.

Thomas Haegeler

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