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Altenburg DHB-Pokal-Kracher wirft Schatten voraus: Aufbau hat Besetzungsprobleme, Koblenz kommt mit Stars
Region Altenburg DHB-Pokal-Kracher wirft Schatten voraus: Aufbau hat Besetzungsprobleme, Koblenz kommt mit Stars
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21:07 23.01.2013
Altenburg

Am Sonntag ist es so weit. Dann wird im Goldenen Pflug in Altenburg Handball-Bundesligaluft geschnuppert. Denn erstmals misst sich ein Verein der höchsten deutschen Spielklasse im Wettkampfbetrieb mit einer Mannschaft aus der Skatstadt. Und es könnte durchaus sein, dass das DHB-Pokal-Achtelfinale die höchste Niederlage der Altenburger Oberliga-Frauen bringt. Schließlich geht es gegen den Erstligisten Vulkan Ladies Koblenz.

"Ich bin mir sicher, dass wir nicht unter die besten acht im Pokal kommen werden", sagt Aufbau-Trainer Michael Zita. "Ich habe auch noch keine Person mit handballerischem Verstand in meinem Umfeld gefunden, die das anders sieht." An etwas wie ein Wunder zu glauben, wäre wohl auch zu optimistisch gedacht und zugleich vermessen. Denn immerhin stehen die Koblenzerinnen derzeit auf Platz zehn in der deutschen Elite-Liga. Am Sonntag um 16 Uhr heißt es nicht nur vierte gegen erste Liga, sondern Freizeithandballerinnen treffen auf in- und ausländische Spielerinnen.

Gespickt mit namhaften Profis

So ist das Team von Trainerin Ildiko Barna (220 Länderspiele für Ungarn inklusive zweier Olympischer Turniere und drei Weltmeisterschaften) geradezu gespickt mit ausländischen Handballerinnen der Extraklasse, auf die sich das Altenburger Publikum einfach nur freuen sollte. Dies beginnt bereits auf der Torhüterposition, die von Elisabeth Herbst (56 Länderspiele für Österreich) und Patrycja Mikszto (78 für Polen) bekleidet wird. Zudem tummeln sich richtig gute Exoten im Multi-Kulti-Team, wie Paraskevi Kazaki (Griechenland), Yevheniya Knoroz (Ukraine), Prudence Kinlend (Kamerun), Matilda Atanasoska (Mazedonien), Laura Vasilescu (Rumänien) und Anna Maria Jaszczuk (Belgien).

Etwas Deutsch wird aber auch gesprochen. Dafür stehen Eva Frank, Lisa Schenk, Eva Lennartz, Marina Kils, Maja Klingenberg, Simone Salz sowie mit Svenja Huber die erfolgreichste Torschützin der bisherigen Saison. Spätestens hier sollte dem kühnsten Optimisten klar werden, welche Frauen-Power das Aufbau-Team erwartet und wie schwer es wird, auch nur einigermaßen Schritt zu halten.

Besetzungsprobleme bei Aufbau

"Für einige Spielerinnen aus unseren Reihen wird die Partie etwas ganz Besonderes sein, da sie erstmals gegen ein Bundesligateam auflaufen werden", meint Kapitän Vivien Walzel. "Aber es ist unrealistisch zu glauben, dass wir als krasser Außenseiter eine Chance zum Weiterkommen haben." Zudem haben die Aufbau-Mädels richtig Probleme und können wohl leider nicht auf ihr stärkstes Aufgebot zurückgreifen. Ingrida Radzeviciute wird nicht auflaufen, und auch Fernwurf-Spezialistin Lucie Dorotikova dürfte eine Verletzung aus dem letzten Punktspiel in Niederndodeleben zum Zuschauen zwingen. Außerdem steht hinter dem Einsatz von Lucie Mrozkova noch ein leichtes Fragezeichen.

Aber egal, wer für das Aufbau-Team auflaufen wird, motiviert bis in die Fingerspitzen dürfte bei solch einer einmaligen Begegnung wohl jede Akteurin sein. Respektvoll den Aufbau-Spielerinnen gegenüber äußert sich auch Koblenz' Trainerin Barna: "Was sehr auffällig war, ist, dass der komplette Kader eine gute Grundausbildung hat. Viele Spielerinnen kommen aus Leipzig oder Halle und haben somit auch schon Bundesliga-Erfahrung. Walzel auf Linksaußen sowie der komplette Rückraum (Dorotikova, Foksova, Mrozkova) sind sehr starke Spielerinnen." Dennoch sei eine Niederlage gegen einen drei Klassen tiefer angesiedelten Gegner im Handball hoch blamabel.

Buntes Rahmenprogramm

Für die skatstädtischen Handballfans steht mit Sicherheit ein unterhaltsamer Nachmittag ins Haus. Sicher ebenso wie ein neuer Zuschauer-Rekord, der aktuell bei 400 aus dem letzten Pokalspiel gegen Altlandsberg steht. Denn im Vorverkauf hat Aufbau schon über 300 Karten abgesetzt. Ab 14 Uhr können sich Fans und Handball-Freunde die besten Plätze sichern. Vor dem Spiel sowie in der Halbzeitpause sorgen die Crocodile Cheers vom ZFC Meuselwitz für Unterhaltung. Auch für die kleinsten Gäste ist gesorgt. Denn diese finden betreute Spielmöglichkeiten, damit sich ihre Eltern voll und ganz dem Spiel widmen können.

Zudem werden sechs Altenburger Spielerinnen Leckereien für die Zuschauer backen. Schließlich ist Sonntagnachmittag. Die Einnahmen daraus sowie aus dem Verkauf des Programmheftes kommen übrigens komplett der Weiterentwicklung des Nachwuchses zugute.

Tickets zum Preis von 6 und ermäßigt 4 Euro gibt es bis Freitag unter anderem in den Geschäftsstellen von Aufbau Altenburg und der Osterländer Volkszeitung. An der Tageskasse kosten die Karten dann jeweils zwei Euro mehr.

Jessica Paeschke/Lutz Pfefferkorn

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