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Altenburg DSkV-Chef Peter Tripmaker gibt Standortgarantie – sieht aber auch Probleme
Region Altenburg DSkV-Chef Peter Tripmaker gibt Standortgarantie – sieht aber auch Probleme
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16:24 22.07.2018
DSkV-Präsident Peter Tripmaker beim 4. Skatcup in Altenburg. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Der 4. Internationale Skatcup des Deutschen Skatverbands (DSkV) ist Geschichte. Eine neue Rekordbeteiligung zeigte, dass der eigens für Altenburg ins Leben gerufene Wettbewerb bei den Spielern im gesamten Bundesgebiet sehr gut ankommt. Grund genug, um mit dem DSkV-Präsidenten Peter Tripmaker (63) über die Skatstadt als Gastgeber, die Zukunft des Cups und darüber zu sprechen, wie der Verband das Thema Skat noch präsenter in der Heimatstadt des beliebtesten Kartenspiels der Deutschen machen kann.

OVZ: Wie lautet Ihr Fazit zum 4. DSkV-Skatcup?

Peter Tripmaker: Altenburg war wieder einmal ein hervorragender Gastgeber. Als Verband haben wir vor allem von Seiten der Stadt alle mögliche Unterstützung erhalten.

Ist das Turnier friedlich verlaufen?

Auf jeden Fall. Es ging ganz ruhig und mit nur sehr wenigen Schiedsrichterentscheidungen ab. Das ist ganz sicher auch der herausragenden Spielleitung und den guten Bedingungen geschuldet ist.

Bleibt der Skatcup Altenburg erhalten?

Es gibt zum derzeitigen Stand keinerlei Änderungsgedanken. Warum auch? Die neuerlich aufgestellte Rekordzahl bei den Teilnehmern zeigt doch, dass der Skatcup in Altenburg bei den Startern sehr gut ankommt.

Außerhalb dieses aller zwei Jahre stattfindenden Wettbewerbs ist vom ebenso hier ansässigen DSkV aber relativ wenig zu hören...

Das sehe ich anders. Wir veranstalten hier jedes Jahr ein Benefiz-Turnier. Zudem findet jede erste Präsidiumssitzung im Jahr in Altenburg statt – und unser Verbandstag vor zwei Jahren fand ebenfalls hier statt.

Was müsste denn passieren, damit das mittlerweile immerhin anerkannte immaterielle Kulturerbe Skat hier in der Heimat des Spiels noch präsenter wird?

Für einen Dachverband wie den DSkV ist es schwierig, daran etwas zu ändern.Vorrangig liegt diese Aufgabe beim Thüringer Landesverband sowie bei der hiesigen Altenburger Gruppe. Dass da noch etliche Reserven ruhen, gebe ich offen zu. Mein erklärtes Ziel ist es immer gewesen, Altenburg auf einen Stand zu heben, den es als Wiege des Skatspiels verdient hätte.

Gibt es auf diesem Gebiet schon konkretere Pläne des Verbands? Beispielsweise durch weitere Großveranstaltungen den DSkV?

Ja, Vorstellungen gab und gibt es da schon einige. Beispielsweise war ein Plan, dass der diesjährige Skatkongress wieder in Altenburg stattfinden sollte. Aber ein immenses Problem ist das mangelnde Angebot an Hotelbetten hier in Altenburg, um Hunderte Teilnehmer unterzubringen. Deshalb findet der Kongress jetzt in Bonn statt. Gleiches gilt auch beispielsweise für Deutsche Meisterschaften. Bei bis zu 700 Teilnehmern, die den ganzen Tag über sportliche Höchstleistungen bringen, kann man denen nicht zumuten, dass sie dann in ein Quartier fahren müssen, das weit weg, beispielsweise in Meerane, liegt.

Wird es künftig trotzdem auch andere Veranstaltungen rund um den Skat hier geben?

Natürlich ist das unser erklärtes Ziel. Aber wir haben als Dachverband 14 Landesverbände, die dabei auch ein Mitspracherecht haben. Ich persönlich würde mir aber schon mehr Aktivitäten von den nachgeordneten Verbänden und Vereinen in Thüringen und Altenburg diesbezüglich wünschen. Altenburg liegt innerhalb Deutschlands ja auch territorial sehr zentral. Mit dem neuen Oberbürgermeister, Herrn André Neumann, gab es am Rande schon interessante Gespräche. Er hat beispielsweise die Idee, hier ein größeres Jugendturnier regelmäßig zu etablieren.

Von Jörg Wolf

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