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Altenburg Dachverein feiert in Meuselwitz sein Jubiläum
Region Altenburg Dachverein feiert in Meuselwitz sein Jubiläum
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05:00 26.09.2016
Liegt an der Straße der Braunkohle: die Kohlebahn in Meuselwitz. Quelle: Mario Jahn
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Meuselwitz

70 Zeugen einer sterbenden Industrie vereint die Straße der Braunkohle in Mitteldeutschland. Sie reicht von Bitterfeld bis ins Altenburger Land. Der Pahnaer und der Hainbergsee sind ebenso Bestandteil wie das Restloch Zechau, der frühere Standort des Kraftwerkes Mumsdorf und der Gedenkstein für Rusendorf. Mit dem Naturkundemuseum Mauritianum und der Kohlebahn bietet das Altenburger Land zudem zwei Schwergewichte auf der industriellen Route auf.

Dass es die Straße der Braunkohle gibt, ist einem Dachverein zu danken, der vor 20 Jahren ins Leben gerufen wurde und am 30. September im Kulturbahnhof Meuselwitz sein Jubiläum mit einer Festsitzung begeht – „an symbolträchtiger Stelle im Dreiländereck“, wie Vereinschef Andreas Berkner verdeutlicht. Etwa 80 Gäste werden in der dem Ereignis angemessenen Location erwartet und auch die druckfrische dritte Ausgabe des Exkursionsführers in den Händen halten. Er umfasst 504 Seiten und wurde in einer Auflage von 3000 Exemplaren gedruckt. Laut Berkner wurden 23 Sachzeugen neu aufgenommen und die Darstellung zu allen übrigen komplett überarbeitet.

„Die Mitteldeutsche Straße der Braunkohle ist heute eine weithin bekannte industrielle Marke“, meint Berkner, der beruflich Leiter der Regionalen Planungsstelle Leipzig ist. Die Straße sei nicht in erster Linie als Freizeitroute, sondern eher als Bildungsangebot an die Einheimischen und ihre Gäste zu sehen. Von einer umfänglichen Beschilderung sei angesichts der Kosten und administrativen Hindernisse von vornherein abgesehen worden. Vielmehr definiere sich die industrielle Route über Sachzeugen, „wo das einprägsame Logo häufig zu finden ist“. Mit der Straße der Braunkohle Bergbau-Sachzeugen sinnvoll zu erhalten, sie miteinander zu vernetzen und mit Informationen zu versehen, das war die Intension der Initiatoren vor 20 Jahren. Denn in jener Zeit waren schon etliche Brikettfabriken verschwunden, wurde die Abraumförderbrücke in Espenhain gesprengt, wandelten sich Tagebaue zu Seen.

Am Freitag soll nun im Kulturbahnhof Meuselwitz zum Vereinsjubiläum Rückschau gehalten und ein Blick in die Zukunft geworfen werden. Zudem wird der Kohlebahnen-Vereinschef Karsten Waldenburger einen Vortrag zum Tagungsort halten. Ans Rednerpult treten auch der bekannte Leipziger Denkmalschützer Wolfgang Hoquel und Berkner. Am Nachmittag steigen die Teilnehmer noch zu einer Sonderfahrt in die Kohlebahn.

Von Frank Prenzel

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