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„Danke, Alex!“ – Show mit den Hits von Udo Jürgens verzaubert Altenburger

Konzert im Logenhaus „Danke, Alex!“ – Show mit den Hits von Udo Jürgens verzaubert Altenburger

Nach seinem grandiosen Open-Air-Konzert im Sommer in Treben hat der Pianist und Sänger Alex Parker erneut sein Publikum verzaubert. Diesmal sorgte er im Altenburger Logenhaus für einen wunderbaren Abend mit den unvergessenen Hits von Udo Jürgens. Doch es gab auch viel Neues zu erleben.

Beileibe kein Double, sondern ein gestandener Künstler: Alex Parker bei seinem Konzert im Altenburger Logenhaus, hier mit der Geigerin Mona Seebohm.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Manchmal klappt’s. Da muss die zuständige Agentur gar nicht groß die Werbetrommel rühren, da hat es der Künstler schon selbst getan. So geschehen im August in Treben. Im Rahmen des Altenburger Musikfestivals gastierte der Sänger und Pianist Alex Parker bei einem Open Air vor dem Rittergut, und 400 Gäste erlebten einen grandiosen Abend mit den unvergessenen Liedern von Udo Jürgens. Der Hinweis von Parker, dass er am 3. November noch einmal mit seiner „Danke, Udo!“-Tour in Altenburger Logenhaus zu sehen ist, hat genügt. Innerhalb von zwei Wochen waren zwei Drittel der Tickets verkauft.

Eine 1:1-Wiederholung des Sommer-Konzerts indes gab es am Donnerstagabend beileibe nicht, selbst für „Wiederholungstäter“ war viel Neues zu erleben. Der 42-jährige Künstler hatte nicht nur wie versprochen im Logenhaus einen Flügel auf der Bühne stehen – in Treben musste er ganz Udo-untypisch mit einem E-Piano vorlieb nehmen –, sondern auch das Programm variiert und sich Gäste eingeladen: den Saxofonisten Leander Torge aus Weimar und die Violinistin Mona Seebohm aus Berlin. Beide erwiesen sich angesichts ihres musikalischen Könnens als Glücksgriff, gleichwohl der 38-Jährigen noch ein besonders passendes Etikett anhaftet: Sie war im Jahr 2009 die erste Geige bei der „Einfach ich“-Tour von Udo Jürgens.

Wie man so etwas wird? „Ganz einfach, ich habe mich beworben“, erzählt Mona Seebohm im Pausengespräch. Eine Meditation von Thais habe sie vorspielen müssen, und der große Meister höchstselbst begleitete sie an seinem Plexiglas-Flügel. „Es war natürlich etwas ganz besonderes, allalbendlich vor rund 15 000 Leuten in ausverkauften Hallen zu spielen.“ Gefallen hat ihr auch die Atmosphäre im Tourtross und die Essen, zu denen Udo Jürgens nach jeder Veranstaltung einlud. Als die neue Tour begann, war Mona allerdings schwanger und das Intermezzo bei Udo Jürgens beendet. Doch die freischaffende Künstlerin hat sich schnell „getröstet“ und war inzwischen unter anderem mit Andrea Berg, Max Raabe oder Semino Rossi und auch solo unterwegs.

Schade, dass Mona Seebohm nicht auch auf der Bühne ein bisschen von diesen Erlebnissen erzählte, das hätte sicher so manch Zuschauer interessiert. Sei’s drum. Einem erneut tollen Abend mit den unvergessenen Hits eines der größten deutschsprachigen Stars der Musikbranche tat dies keinen Abbruch. Einmal mehr ist Alex Parker hoch anzurechnen, dass er nicht nur die „Gassenhauer“ brachte, sondern auch viele nicht so häufig gespielte Songs wie „Der gekaufte Drachen“ oder „In Lüneburg war Volksfest“. Sie führten nämlich einmal mehr vor Augen, wie gehaltvoll die Liedtexte von Jürgens waren, in denen er oft genug fernab vom Schlagerallerlei Position zu heiklen Themen bezog. Gänsehaus-Atmosphäre war die Folge.

Aber natürlich durften zum Schluss all die großen Hits von „Ich war noch niemals in New York“ über „Aber bitte mit Sahne“ bis „Mit 66 Jahren“ nicht fehlen – auch wenn der weiße Bademantel diesmal nur auf dem Flügel lag, weil man einen zu großen in die Garderobe von Alex Parker gelegt hatte. Da wurde aus voller Kehle mitgesungen. Stürmischer Beifall, Jubel und Zugabe-Rufe waren verdienter Lohn für einen Abend auf höchstem Niveau, der bei geschlossenen Augen den echten Udo auf der Bühne vermuten ließ. Eigentlich müsste es „Danke, Alex!“ heißen, sagte eine begeisterte Dame beim Hinausgehen.

Recht hat sie. Und: Ein kleines Dankeschön geht dabei sicher auch an Andreas Böttger von der gleichnamigen Leipziger Konzertagentur, der das Altenburger Logenhaus für sich entdeckt hat. „Das ist ein beeindruckendes Ambiente“, sagte er und hat mit dem Hausherrn Olaf Dressel für den 14. Januar schon den nächsten Termin klargemacht. Dann kommt der Showpianist und Entertainer Felix Reuter. Auch der hat schon beim Altenburger Musikfestival für Furore gesorgt. Wenn das kein gutes Omen ist ...

Von Ellen Paul

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