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Altenburg Das Bündnis „Pro Katze“ würdigt Tierschutz des Altenburger Landes mit Geldspende
Region Altenburg Das Bündnis „Pro Katze“ würdigt Tierschutz des Altenburger Landes mit Geldspende
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19:00 20.12.2016
Kristine Conrad (bmt - bund gegen missbrauch), Manuela Stau (Vier Pfoten - Stiftung für Tierschutz), Dr. Christeta Brause (Tasso e.V.), Grit Thurau (Veterinäramt Altenburger Land), Michaele Sojka (Landrätin Altenburger Land) (von links) während der Spendenübergabe im Landratsamt. Quelle: Mathias Schönknecht
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Altenburg

Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht von verwilderten Katzen: Dafür hat die Tierschutzorganisation „Pro Katze“ am Dienstag eine Spende von 8000 Euro an den Landkreis Altenburger Land übergeben. Vorrangig soll dadurch das Leid von freilebenden und verwilderten Hauskatzen reduziert werden. Eine entsprechende Verordnung des Veterinäramts ist seit 1. Dezember in Kraft.

Unkontrollierte Population in Altenburg und Umgebung

„Ausgesetzte Hauskatzen sind nicht mehr in der Lage ohne Menschen zu leben und brauchen Hilfe,“ klärt Grit Thurau aus dem Fachbereich Veterinärwesen des Landratsamtes auf. „Wir können das Geld gut gebrauchen. Es ist sehr schwierig, die Besitzer der streunenden Katzen ausfindig zu machen und sie zur Rechenschaft zu ziehen. Für die Spende sind wir sehr dankbar.“

Hintergrund der Spende und der Katzenschutzverordnung – wie sie vollends heißt – ist, dass es im Landkreis eine Überpopulation herrenloser Katzen gibt. Ursache: Viele Dauercamper bringen ihre Katzen für den Zeitraum des Aufenthaltes mit ins Altenburger Land, die Vierbeiner vermehren sich hier, aber nur eine Katze wird bei der Abreise Ende Herbst wieder mitgenommen. Die restlichen Samtpfoten blieben dann an Fütterungen gewöhnt und auf sich gestellt zurück.

Katzenhalter verpflichtet

Die Tierheime haben keine freien Kapazitäten, und die Mitarbeiter des Campingplatzes können keine weiteren Tiere mehr aufnehmen. Ohne menschliche Hilfe bekämen die Katzen aber gesundheitliche Probleme. Aufgrund dieser seit mehreren Jahren anhaltenden Entwicklung erließ das Veterinäramt zum 1. Dezember eine Verordnung, die sämtliche Kleingartenanlagen im Landkreis und den Erholungspark Pahna zu Schutzgebieten erklärt. In diesen Zonen müssen alle Katzen mit Microchip gekennzeichnet, in einem Haustierregister eingetragen und kastriert oder sterilisiert sein. Dazu ist der Besitzer verpflichtet. Doch „keine Katze kommt an und sagt: Ich gehöre zu diesem oder jenem Halter. Zwar wurden seit Inkrafttreten der Verordnung keine streunenden Katzen registriert, kastriert oder gekennzeichnet. Über das Jahr verteilt sind es aber etwa 200 – 250 Katzen“, erklärt Grit Thurau. „Die ersten Erfolge werden wir erst nach der nächsten Campingsaison beziehungsweise im nächsten Herbst sehen.“

Altenburger Land als Vorreiter

In Thüringen ist eine solche Verordnung bisher nur in Erfurt und im Altenburger Land in Kraft. „Sie hilft, um auf die Problematik aufmerksam zu machen. Altenburg nimmt also eine Vorreiterrolle ein. Wir hoffen, dass dieses Beispiel Schule macht“, sagt Cristeta Brause, von Tasso e.V., „und deshalb wollen wir die Arbeit mit einer Spende loben und würdigen.“

Der Betrag von insgesamt 8000 Euro stammt vom Bündnis „Pro Katze“, bestehend aus Tasso e.V., Vier Pfoten und dem Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V. „Wir haben im Landkreis sehr viele aktive Tierschützer“, weiß Landrätin Michaele Sojka, „ich bin auch meinem Veterinäramt sehr dankbar, dass es sich der Sache so angenommen hat.“

Von Mathias Schönknecht

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