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Altenburg Das Dach ist dicht und neue Fenster sind drin
Region Altenburg Das Dach ist dicht und neue Fenster sind drin
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08:51 01.11.2014

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"Wir liegen dabei gut im Rennen", schätzt Trebens Bürgermeister Klaus Hermann (CDU) ein.

Gebaut wird am dritten und letzten Gebäude des historischen Rittergutsensembles seit Anfang August. Die Sanierung dieses Gebäudes, das wie die Mälzerei wahrscheinlich während des Rittergutsumbaus um 1750 entstand, hat nicht die Dimensionen wie beim Nachbargebäude. "In der Brennerei sind die Bauleute aus Gößnitz auch nicht auf so viele unerwartete Probleme gestoßen, wie nebenan in der Mälzerei. Die Bausubstanz war allgemein in einem besseren Zustand", so Hermann. Einzig die Fußschwelle des Dachstuhls sei auf rund 60 Prozent des Gebäudes morsch gewesen. "Solche Schäden lassen sich immer erst feststellen, wenn das alte Dach runter ist. Deshalb musste zusätzlich ein Ringanker gegossen werden", erklärt er.

Eine Kostensteigerung darf es dadurch jedoch nicht geben. Denn der Gemeinderat hat beschlossen, dass die veranschlagte Summe von 509 000 Euro die Schmerzgrenze ist. Notfalls müssten andere geplante Arbeiten erst einmal wegfallen. Gefördert wird die Brennerei-Sanierung mit 433 000 Euro vom Land. Die Gemeinde selbst muss 76 000 Euro als Eigenanteil beisteuern. "Das ist eine Förderung von 85 Prozent, die wir so bestimmt nicht gleich wieder bekommen", betont er.

In der nächsten Woche ist vorgesehen, den Außenputz aufzubringen. Das Innere des Gebäudes, das bis vor vier Jahren noch als Wohnungen diente, ist komplett entkernt worden. Neue Zwischenwände sind an anderen Stellen eingezogen worden. Nun läuft der Trockenbau auf Hochtouren. Außerdem müssen die Decken abgehängt und der Fußboden komplettiert werden.

Die neue Innentreppe ist ebenso fertig wie der Grundputz an den Wänden oder der Unterbeton auf dem Fußboden. In den nächsten Wochen sind aber auch noch die Elektrik zu erneuern und die Grundausstattung für sanitäre Anlagen und Heizung einzubauen.

Im Gegensatz zur Mälzerei, die nach ihrer umfangreichen Sanierung seit vergangenem Jahr als Bürgerhaus genutzt wird, ist die Förderung für die ehemalige Brennerei an eine museale Nutzung gebunden. Dafür gibt es eine Bindefrist für immerhin zehn Jahre. "Für ein Museum haben wir zunächst nur einen Raum auf der rechten Seite des Gebäudes vorgesehen", so der Bürgermeister.

Allerdings haben die Betreiber des Technikmuseums, das sein Domizil mehrere Jahre in dem Gebäude hatte, wegen der Bauarbeiten inzwischen eine neue, dauerhafte Bleibe gefunden. "Deshalb wird wohl das Gewerbemuseum, das bis 2011 im Gewerbepark Alte Fabrik in Altenburg seine Heimstätte hatte, in die Brennerei einziehen. Die Ausstellungsstücke lagern schon in Treben", so der Bürgermeister, der bereits heute ganz andere Pläne für das sanierte historische Gebäude im Hinterkopf hat.

Er würde nämlich gern so schnell wie möglich Leben in den Bau bringen und ihn wieder als Wohnraum herrichten. Doch dafür seien wegen der Bindefrist noch einige Hürden zu überwinden. Hinzu käme, dass der Ausbau von Wohnungen weitere Kosten verursachen würde, wofür jedoch auch wieder Fördergelder nötig wären. "Aber ich bin optimistisch. Denn zu den Fördermitteln für die Brennerei sind wir durch eine glückliche Fügung gekommen", so der Bürgermeister.

Neumann, Marlies

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