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Altenburg Das Karolinum wird schön – Stadt hat Fördergelder so gut wie sicher
Region Altenburg Das Karolinum wird schön – Stadt hat Fördergelder so gut wie sicher
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10:14 19.07.2016
Die Grundschule Karolinum am Hospitalplatz liegt inmitten der Stadt – hier ein Blick vom Schulhof auf das Gebäude. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

„Wenn du die Aufforderung zur Antragstellung erhältst, hast du das Geld zu 99 Prozent schon in der Tasche.“ Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) muss es wissen, denn er hat die Erfahrung schon bei Gewerbegebieten oder Sporthallen gemacht. Und jetzt erhielt die Stadtverwaltung wieder eine solche Aufforderung, diesmal vom Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft. In seinem Schreiben teilt das Ministerium mit, dass das ehrgeizige Vorhaben, das Gebäude der Grundschule Karolinum mit Millionenaufwand zu sanieren, mit einem positiven Ergebnis geprüft wurde. Deshalb wird die Stadt in Kürze zur Abgabe eines entsprechenden Zuwendungsantrags aufgefordert. Michael Wolf geht nun fest davon aus, dass das aufwendige Modernisierungsvorhaben umgesetzt werden kann.

Das Stadtoberhaupt freut sich gleich aus mehrfachem Grund über diese Signale aus Erfurt. Erstens ist das Karolinum ein überaus geschichtsträchtiges Gebäude in der Stadt. Eröffnet 1909 als Mädchenschule, war es im Zweiten Weltkrieg Lazarett, zu DDR-Zeiten polytechnische Oberschule und jetzt Grundschule. Zweitens ist in die Bildungseinrichtung nach der Wende schon sehr viel Geld geflossen, unter anderem, um das Dach zu decken oder die Aula wieder in alter Schönheit entstehen zu lassen. Und drittens hängt sein Herz ganz besonders daran, hat der heute 54-jährige hier doch selbst einmal die Schulbank gedrückt.

„Gelingt es, die Sanierung jetzt zu vollenden, wird das Karolinum eine Grundschule ohne Investitionsbedarf sein“, sagt der OB. Die erste und bis dato einzige Schule im gesamten Stadtgebiet. Geplant sind unter anderem die Instandsetzung der Fassaden, die Modernisierung der Turnhalle, Investitionen in Brandschutz und technische Anlagen sowie die Herstellung der Barrierefreiheit.

Konkret bedeutet das: Mit der Instandsetzung der Außenwände wird das altehrwürdige Schulgebäude für jedermann sichtbar aufgewertet. Die Maßnahme ist dringend erforderlich. Es hat sich an der West- und an der Südseite des Gebäudes bereits alter Putz gelöst, warnen die Fachleute mit. Die Sporthalle soll einen elastischen Sportboden und die Wände sollen einen Prallschutz erhalten. Die Nebenräume der Turnhalle sind in die Jahre gekommen, sie müssen mit erheblichem Aufwand instand gesetzt, modernisiert beziehungsweise umgebaut werden. Im Brandschutz muss vieles auf Vordermann gebracht werden, außerdem stehen Erneuerung der technischen Anlagen wie etwa der Heizung an. Mit Blick auf die Barrierefreiheit ist auch der Anbau eines behindertengerechten Personenaufzugs vorgesehen. Es wäre dann die erste Schule in Verantwortung der Stadt, die einen Fahrstuhl besitzt.

Umgesetzt werden sollen die Vorhaben in den Jahren 2017 und 2018. Die Kosten summieren sich laut aktueller Schätzung auf rund 3,45 Millionen Euro. Die geplante Förderung aus Erfurt beträt 63 Prozent, das sind rund 2,17 Millionen Euro. „Für den damit verbleibenden, nicht unerheblichen Eigenanteil der Stadt wollen wir einen Kredit aufnehmen“, so der OB. „Sonst ist es nicht zu stemmen, so etwas kann man nicht aus der Portokasse bezahlen.“

Der gute Ruf, den die Grundschule genießt, und die prognostizierten, stabilen Schülerzahlen untermauern das ehrgeizige Vorhaben. Langfristige Zielstellung ist es, 200 Schüler in acht Klassen zu unterrichten. Aktuell werden hier 180 Mädchen und Jungen unterrichtet.

Von Ellen Paul

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