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Altenburg Das Organisationstalent in Zschernitzsch
Region Altenburg Das Organisationstalent in Zschernitzsch
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19:10 29.04.2013
Margit Schöps in ihrem Garten. Das Gärtnern gehört neben Schwimmen und Radfahren zu ihren Hobbys. Fotos: Mario Jahn Quelle: Mario Jahn
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"In dieser Zeit setzen wir uns zusammen und verteilen Aufgaben", erzählt die gute Seele des Zschernitzscher Osterbrunnenfestes, die für ihre ehrenamtliche Arbeit gestern den OVZ-Blumenstrauß des Monats April erhielt. "Den müsste ich gleich teilen, immerhin helfen viele. Das bin nicht nur ich." Aber in den vergangenen Jahren ist Margit Schöps so eine Art Cheforganisatorin geworden, bei der alle Fäden - oder besser alle Eier - für das Fest zusammenkommen.

Vor sechs Jahren entstand im Bürgerverein Altenburg-Nord die Idee für die festliche Dekoration der Brunnen. Schnell wurden Margit Schöps, Bärbel Bruns und Martina Oertel mit ins Boot geholt. "Und dann haben wir uns erst einmal gefragt, wie wir das bewerkstelligen sollen", erinnert sich die 56-Jährige. "Wir hatten kein Material und nur wenig Zeit." Dementsprechend einfach sei das erste Fest 2007 ausgefallen. "Wenn ich heute die Fotos anschaue, wundere ich manchmal, wie ärmlich das aussah. Wir haben ja nur die zwei Quellen geschmückt, sonst war alles kahl."

Zur siebten Auflage in diesem Jahr hingegen bot sich den Hunderten Besuchern ein ganz anderes Bild: Blumen verschönerten die Borngasse, rund 5000 bemalte Eier verzierten die Bereiche um die Brunnen, und eine Hasenfamilie gab Einblicke in ihre Werkstatt. "Die viele Vorarbeit, die dazugehört, sehen die Besucher ja nicht", beschreibt die gelernte Verkäuferin. "Sie fragen mich dann immer, was ich im Januar schon jede Woche vorbereiten muss." Und was muss sie dann vorbereiten? Die ersten Eier werden bemalt, die bereits vorhandenen gesichtet und repariert, Blumen geordert, Grünschnitt besorgt und und und ...

Spätestens sechs Wochen vorher opfert die Bürgerarbeiterin, die in der Kirchgemeinde Senioren betreut, nahezu jede freie Minute. "Meine Frau ist mit Feuereifer dabei. Dann werden die Wochen und Tage gezählt", erzählt ihr Mann Gerd, der wie Tochter Karina und die anderem im Ort voll eingespannt wurde. "Bei fast allen, die mithelfen, ist die gesamte Familie dabei." Und gerade das ist für Margit Schöps - trotz des Stresses, der mit der ehrenamtlichen Arbeit verbunden ist - das Schöne: "Der Zusammenhalt hier im Ort ist noch intensiver geworden. Wir sind ein guter Trupp, der mit viel Spaß bei der Sache ist. Und ich danke allen, die mithelfen."

Die tolle Gemeinschaft während der Vorbereitungen und die freudigen Gesichter der Besucher würden sie für die viele Arbeit belohnen. Und helfen auch dabei, weiterzumachen, wenn mal etwas schiefgeht oder nicht geachtet wird. Wie im dritten Jahr, als die Brunnen mutwillig demoliert wurden. "Ich war am Boden zerstört", erzählt Margit Schöps. "Und im nächsten Jahr habe ich manche Nacht nicht geschlafen - aus Angst, dass dies wieder passiert." Inzwischen überwachen Videokameras das Geschehen, in diesem Jahr lief trotz kaltem Wetter alles glatt.

Margit Schöps könnte sich also in den nächsten Monaten bei ihren Hobbies, dem Gärtnern, Schwimmen und Radfahren, entspannen. Könnte, wenn nicht schon die nächsten Aufgaben anstünden. Das Dorffest bereitet sie mit vor, in der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde hilft sie beim Erntedankfest. Und dieses Jahr ist besonders viel zu tun: Denn im Juni feiert die Gemeinde 750-jähriges Bestehen mit einer großen Festwoche - Margit Schöps ist natürlich bei den Vorbereitungen dabei. Jenifer Hochhaus

Jenifer Hochhaus

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