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20:10 29.05.2013
Regina Müller vor ihren Fotografien in der Kulturbund-Galerie. Quelle: Jens Paul Taubert
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Ihre Modelle fand Regina Müller in einem Seniorenheim.

Die in Altenburg geborene, aber seit 1971 in Lübbenau lebende Hobbyfotografin möchte mit ihren Aufnahmen Lebensstationen aufspüren. In einem der Serie gewidmeten Gedicht, zusammen mit ihrem Mann verfasst, werden die Hände als Begleiter für ein Leben gesehen. Diese ertasten in der Kindheit die Welt, um später durchs Leben zu hasten. Hände werden zum Helfer für alle Tage, die weder Müh noch Plage scheuen. Sie können streicheln, aber auch schlagen. Das Leben - am Beispiel der Fotos deutlich erkennbar - gräbt seine Spuren in sie.

Regina Müller gab ihrer Ausstellung den Titel "Miteinander". Erstens, weil eine Hand nicht so viel schaffen kann wie zwei, und weil zweitens im Einander-die-Hände-reichen-können große Potenziale liegen. So sah es zur Vernissage auch Laudatorin Irma Kaiser. Als ehemalige Kollegin, aber auch Verwandte der inzwischen pensionierten Lehrerin für polytechnische Fächer und Kunsterziehung hat sie den Lebensweg von Regina Müller gut verfolgen können, schätzt deren Ernsthaftigkeit für künstlerische Betätigung. Sie würde immer wieder neue Herausforderungen suchen, ob es die Malerei sei oder die Fotografie. Mit neugieriger Aufmerksamkeit und geschultem Blick könne sie ihre Beobachtungen per Bild festhalten und anderen mitteilen.

Die Laudatorin hatte auch sonst allerhand Interessantes zum Thema Hände beizusteuern. Zum einen würden sich viele Biografien darüber definieren und auch die alten Meister haben auf sie zurückgegriffen wie zum Beispiel Albrecht Dürer und Michelangelo. Volkstümliche Redewendungen legten Zeugnisse von der wichtigen Stellung in der Sprache ab. Als Beispiele nannte sie unter anderem "Ich habe alle Hände voll zu tun", "Etwas hat Hand und Fuß" oder eben das "Hand in Hand". Überrascht zeigten sich die Vernissagebesucher, die zudem mit meditativer Musik und Spreewaldgurken verwöhnt wurden, von folgenden Fakten: Eine Hand ist mit 27 Knochen, 33 Muskeln, 22 Achsen und 1700 Fühlkörperchen ausgestattet. Alle hätten einen direkten Draht zur Großhirnrinde. Regina Müllers Fotoserie "Miteinander" hat dem Thema Hände eine weitere Facette hinzugefügt.

iDie Ausstellung ist bis zum 24. Juni montags und freitags von 9 bis 12 Uhr, dienstags, mittwochs und donnerstags von 9 bis 18 Uhr zu sehen.

Krause, Frieder

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