Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Altenburg Das meiste Geld fließt in den Quellenhof
Region Altenburg Das meiste Geld fließt in den Quellenhof
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:57 11.04.2018
In die weitere Sanierung des Quellenhofes in Garbisdorf werden in diesem Jahr 208 000 Euro aus dem Göpfersdorfer Etat gesteckt. Quelle: Frank Prenzel
Göpfersdorf

Man schwimme nicht im Geld, aber die Gemeinde komme klar, schätzt Klaus Börngen beim Blick auf den Etat 2018 ein. „Alle Investitionen, die wir auf dem Schirm hatten, stehen in der Haushaltssatzung“, so der Göpfersdorfer Bürgermeister gegenüber der OVZ. Die Investitionen und die laufenden Ausgaben zusammengezogen, wird die Gemeinde in diesem Jahr insgesamt rund 625 000 Euro umsetzen.

Damit wirtschaftet Göpfersdorf in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Ob sich an der Rechnung im Laufe der kommenden Monate etwas ändert, vor allem was den Verwaltungshaushalt betrifft, ist derzeit offen. Deshalb wurde bei der Haushaltsprognose vom Ist-Zustand, also dem Existieren der Verwaltungsgemeinschaft bis zum Jahresende, ausgegangen. Wie auch in Niederhain fanden die bevorstehenden Veränderungen im Zuge der angestrebten Fusion von Ziegelheim, Frohnsdorf und Jückelberg mit Nobitz und der daraus resultierenden wahrscheinlichen Auflösung der Verwaltungsgemeinschaft keine Berücksichtigung.

Dafür wurden natürlich die Bauvorhaben der Gemeinde berücksichtigt. Neben der Schaffung einer Bushaltestelle in Garbisdorf, für 18 000 Euro bei einem Gemeindeanteil von 4500 Euro, steht in Göpfersdorf auch in diesem Jahr vor allem die weitere Sanierung des Quellenhofs wieder an erster Stelle. Mit etwa 208 000 Euro ist die geplante Neugestaltung der Innenhof-Fläche die mit Abstand größte Ausgabe der Kommune.

Zum Vergleich: Im Verwaltungshaushalt, also der Kasse für laufende Ausgaben, wird im gesamten Kalenderjahr mit Kosten von 354 000 Euro gerechnet. Demgegenüber übersteigt etwa in Langenleuba-Niederhain der Verwaltungshaushalt den Investitionshaushalt um fast das Zehnfache. Ungeachtet dessen soll in den Garbisdorfer Quellenhof in diesem Jahr für weitere 32 000 Euro zudem eine Dauerausstellung über die lokale Geschichte und bäuerliche Tradition und Lebensweise geschaffen werden.

Die Ausgaben der Kommune müssen jedoch mit Geldern vom Sparkonto gestützt werden. Fast 65 000 Euro nimmt Göpfersdorf dieses Jahr von den Rücklagen. Damit sinken diese zum Jahresende auf rund 50 000 Euro. Dem stehen, wenn wie geplant 6800 Euro getilgt werden, 103 000 Euro Schulden der Gemeinde gegenüber, was bei knapp 250 Einwohnern einer Pro-Kopf-Verschuldung von weniger als 412 Euro entspricht.

Von Jörg Reuter

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

2013 verschluckten die Pleißefluten auch große Teile von Wilchwitz. Rasch wurde ein wirksamer Schutz gegen neue Gefahren zugesagt. Aber seitdem scheint sich nichts zu tun, was für Unruhe sorgt. Jetzt gründete sich am Montag eine Bürgerinitiative, um mehr Informationen über den Stand des Verfahrens zu bekommen und mit zu helfen.

11.04.2018

Kreative Ideen gibt es auch hierzulande viele. Nur wissen viele nicht, wie man so eine Idee weiter entwickeln und zum Erfolg führen könnte oder welche Förderprogramme man nutzen kann. Jetzt gibt es dafür „Genial3“.

14.04.2018
Altenburg „Die musikalische Rumpelkammer“ - Musikalische Zeitreise im Altenburger Landestheater

Reichlich nostalgisch ging es am Wochenende im Landestheater zu. Kammersänger Heiko Reissig hatte sich „Willi Schwabe’s Rumpelkammer“ zum Vorbild genommen, um neben einigen Anekdoten zahlreiche Klassiker aus alten Ufa-Produktionen und Operetten zum Besten zu geben. Ein Unterfangen, dass auch dank kompetenter Band im Rücken gelang.

10.04.2018