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Altenburg "Das war nur fürs Publikum"
Region Altenburg "Das war nur fürs Publikum"
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20:58 14.04.2014
Wie immer vor toller Kulisse im Goldenen Pflug - das A-Team bei seinem gefeierten Auftritt. Es ist leider der vorerst letzte in der Regionalliga. Quelle: Mario Jahn

Doch weder bei den Tänzern noch bei den Zuschauern wollte sich deshalb Katzenjammer einstellen.

"Das war heute nur fürs Publikum", fasste Lutz Arnold, mit seinen 41 Jahren das Urgestein der Formation, nach Abschluss des Heimturniers dann auch folgerichtig zusammen. "Den Leuten hat es gefallen und auch wir sind begeistert." Vor solch einer Kulisse zu tanzen, sei immer wieder Ansporn und Gänsehaut-Feeling.

Kein Wunder, dass dem Heimturnier alljährlich sowohl die Tänzerinnen und Tänzer als auch ihr treuer Anhang regelmäßig entgegenfiebern. Und so erlebten alle gemeinsam am Sonnabendnachmittag im rappelvollen Goldenen Pflug eine Bombenstimmung, auch wenn es für die Gastgeber in ihrem ersten Jahr in der Regionalliga Süd - der dritthöchsten Liga des bundesdeutschen Tanzsports - leider nichts zu holen gab.

Nach dem sensationellen ersten Platz vor einem Jahr, der den Aufstieg perfekt machte und den Pflug förmlich zum Tollhaus werden ließ, setzten die Schützlinge von Birgit Schaller erneut auf ihre "Crazy Business"-Choreografie. Doch das schien vom Musikstil her offenbar für die Regionalliga wenig passend. Außerdem hatte das A-Team, das technisch durchaus mit der Konkurrenz mithalten konnte, in der Ausstrahlung Defizite. Trotzdem schien der zehnte und damit letzte Platz für den Neueinsteiger aus dem Osten vom ersten Turnier an festgelegt, denn am Sonnabend kam so gut wie kein Team fehlerfrei über die Runden. So wäre zumindest der achte Platz verdient gewesen. Vielleicht muss es aber schon als Erfolg gewertet werden, dass die Altenburger zum ersten Mal in dieser Saison überhaupt ein zweites Mal aufs Parkett und im kleinen Finale tanzen durften.

Den Sieg heimste an diesem Tag überraschend die TSG Badenia Weinheim ein, die damit Gießen noch vom zweiten Rang im Gesamtklassement verdrängen konnte. Weinheim, ebenfalls wie Altenburg ein Aufsteiger, fährt nun mit dem Regionalliga-Meister vom TSC Rot-Gold Casino Nürnberg zum Relegationsturnier und kämpft um den Aufstieg in die zweite Bundesliga. "Wenn das klappt, marschieren wir direkt weiter in die nächsthöhere Liga. Das wäre eine Sensation", jubelte der Weinheimer Christopher Roschlaub, der am Samstag zudem seinen 23. Geburtstag feierte.

Die Altenburger hingegen müssen aus der Regionalliga Abschied nehmen und finden sich im nächsten Jahr gemeinsam mit dem B-Team in der Oberliga Süd wieder. Ein Grund zum Trübsalblasen war es dennoch nicht. "Wir haben uns heute beim letzten Turnier ohnehin nichts mehr erhofft. Die Saison ist abgehakt. Im nächsten Jahr greifen wir wieder an", brachte es Franziska Schade auf den Punkt.

© Kommentar Seite 11

Ellen Paul

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